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Trauerfeier für Wunderlich Stenzel klagt DHB-Spitze an

Erhard Wunderlich (†55) wurde in Augsburg beerdigt.

Erhard Wunderlich (†55) wurde in Augsburg beerdigt.

Foto:

dapd Lizenz

Augsburg -

Die ergreifende Trauerfeier für Handball-Legende Erhard Wunderlich (†55).

Viele Weggefährten waren unter den 250 Teilnehmern, darunter das Gummersbacher Torwart-Idol Andreas Thiel und Kurt Klühspies (Großwallstadt).

Nur der DHB glänzte durch Abwesenheit. Sportdirektor und Ex-Bundestrainer Heiner Brand war im Urlaub. Präsident Ulrich Strombach war auch nicht zu sehen. Das sorgte allseits für Irritationen.

Weltmeistertrainer Vlado Stenzel, der die Trauerrede hielt, war fassungslos: „Wenn ein Spieler wie Erhard Wunderlich mit 55 Jahren von uns geht, muss man ihm die letzte Ehre erweisen. Seine Leistung für den deutschen Handball ist vergleichbar mit der von Dirk Nowitzki für den Basketball. Aber von der DHB-Spitze habe ich keinen gesehen. Das passiert bei keinem anderen Verband auf dieser Weltkugel.“

Und dann forderte der „Magier“ unverblümt eine Abwahl des umstrittenen Präsidenten Strombach. Stenzel: „Es ist höchste Zeit, dass gescheite Leute an die Spitze des Deutschen Handball-Bundes treten. Bei der nächsten Wahl muss was passieren. Der deutsche Handball ist tot.“

Auch von seinen 78er-Weltmeistern ist er enttäuscht: „Alle Spieler müssen von A bis Z zur Trauerfeier kommen. Da gibt es kein Vertun. Entschuldigen kann ich nur den schwerkranken Arnulf Mefle und Claus Fey, der in Amerika lebt. Alle anderen hätten hier sein müssen. Das ist eine Blamage, da gibt es nichts zu beschönigen.“