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Express.de | Sensationssieg in Wimbledon: Lisicki haut Serena Williams aus dem Turnier
01. July 2013
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Sensationssieg in Wimbledon: Lisicki haut Serena Williams aus dem Turnier

Lisicki jubelt nach einem geglückten Schlag.

Lisicki jubelt nach einem geglückten Schlag.

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dpa

London -

Sabine Lisicki hat die Sensation geschafft und Serena Williams im Achtelfinale von Wimbledon geschlagen.
In ihrem Gesicht spiegelten sich das Glück, aber auch die eigene Überraschung über den größten Sieg ihrer Karriere wider. 6:2, 1:6, 6:4 hatte die Weltranglisten-24. aus Berlin die turmhohe Favoritin und fünfmalige Wimbledon-Siegerin Serena Williams im Achtelfinale geschlagen.

Nach der Sensation und dem Viertelfinaleinzug fing Lisicki beim Sieger-Interview hemmungslos an zu weinen und stammelte immer wieder: „Das ist unglaublich.“ Für jeden einzelnen Punkt habe sie gekämpft, immer unterstützt von den Zuschauern, die ebenfalls „unglaublich“ waren: „Vielen, vielen Dank für diese Unterstützung“, sagte Lisick.

Comeback nach 0:3

Ihre Fed-Cup-Teamkollegin Andrea Petkovic dachte aber sogar schon an den ganz großen Triumph. „Unglaublich, Olle!!! Glüüüückwuuuunsch! Hol dir das Ding“, twitterte Petkovic. Williams' Ausscheiden stellt sogar die Niederlagen von Roger Federer und Rafael Nadal in den Schatten, hatte sie doch bereits seit 34 Spielen nicht mehr verloren. Auf dem Platz, das sagte Lisicki vor dem Match, habe sie keine Angst. Auch nicht vor der 16-maligen Grand-Slam-Siegerin Williams, die als unbezwingbar galt.

Das änderte sich auch nicht, als Lisicki im dritten Durchgang 0:3 in Rückstand lag und alles gegen die 23-Jährige sprach. Schon im ersten Durchgang hatte Lisicki der Weltranglistenersten den Schneid abgekauft und Williams in tiefe Zweifel gestürzt. Vier Breakbälle wehrte Lisicki mutig ab und schlug zu, als die Amerikanerin ihre erste kleine Schwäche im Turnierverlauf zeigte.

Auf ihrem Stuhl atmete Williams schwer durch, in ihr arbeitete es gewaltig. Doch Williams bewies, warum sie seit Februar nicht mehr verloren hatte. Finster blickte sie drein, drehte jedoch sofort auf, als Lisicki ein wenig ihre Linie verlor und drei Doppelfehler produzierte. Williams unterlief dagegen im zweiten Durchgang kein einziger unerzwungener Fehler mehr.

Matchball nach zwei Stunden

Doch Lisicki hatte in Wimbledon schon für genug Überraschungen gesorgt und 2009, 2011 und 2012 jeweils die amtierende French-Open geschlagen. Das gelang ihr auch diesmal. Nach 2:04 Stunden verwandelte sie ihren zweiten Matchball mit einem Vorhand-Winner und nahm die Glückwünsche ihrer Gegnerin entgegen. Im Viertelfinale trifft sie jetzt auf Kerber-Bezwingerin Kaia Kanepi.