So ein Tag ist für Fans wie Weihnachten und Ostern zusammen.
Um 18 Uhr trifft die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im WM-Halbfinale in Köln auf Russland. Knapp zwei Stunden dauert so ein Spiel. Es geht danach also nahtlos über zum Champions-League-Knaller zwischen Bayern München und Inter Mailand in Madrid. Was für ein Abend - das wird ein echter Rappel-Samstag. Samstag sind wir alle Bayern Deutschland, drücken den Teams die Daumen.
Ihre Mission: Geschichte schreiben. Die Eishockey-Jungs wollen ins Endspiel, die Fußballer das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Königsklasse perfekt machen.
Die Russen haben als amtierende Weltmeister jedenfalls schon mächtig Bammel vor unseren Eisbrechern. Stürmer Sergej Federow (Stanley-Cup-Sieger und Ex-Freund von Tennis-Grazie Anna Kurnikowa): „Die Deutschen haben ein sehr gut organisiertes und hartes Team und sie haben die Fans im Rücken. Das wird ein Riesenhighlight für sie. Da werden sie über sich hinaus wachsen.“ Deutschlands Stürmer Marcel Müller grinst nur: „Russen hin, Russen her, es gibt keine Diskussion, jetzt will ich ins Finale.“
Die Telefon-Leitungen der LanxessArena brachen gestern zeitweise zusammen. Alle 18.700 Tickets waren schnell vergriffen. Da wäre es doch toll, wenn die Fans nach dem Spiel gleich in der Arena bleiben könnten, um die Bayern zu sehen. Vielleicht klappt es ja mit einer Übertragung auf dem großen Video-Würfel.
Der sportverrückte Bundespräsident Horst Köhler kann leider nicht in Köln mitfiebern, er verfolgt den Super-Samstag von seiner Staatsreise aus China: „Die Bayern haben uns doch Spaß gemacht mit der Entwicklung in den letzten Monaten. Und wenn sie gut drauf sind, glaube ich, haben sie gute Chancen zu gewinnen. Ich traue ihnen das Triple zu.“
Bayern-Star Bastian Schweinsteiger glaubt auch fest daran, dass sie Glückssträhne anhält: „Wir hatten einen großen Abend im Pokalfinale. Ich denke dass das jetzt ein noch größerer Abend wird. Uns ist klar, dass wir etwas Historisches erreichen können.“
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