Unser Olympia-Held!: Andreas Toba turnt trotz Kreuzbandriss
Andreas Toba wird nach seiner verunglückten Landung versorgt.
AP
Rio de Janeiro -
Schock für das deutsche Turn-Team: Der deutsche Mehrkampfmeister Andreas Toba hat sich am Samstag im olympischen Vorkampf in Rio de Janeiro am Boden einen Kreuzbandriss zugezogen.
Er hat den Wettkampf trotzdem nicht abgebrochen
Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb der Hannoveraner nach einer verunglückten Landung zunächst am Boden liegen und musste von Helfern gestützt vom Podium geführt werden. In einer ersten Diagnose in der Arena diagnostizierte Teamarzt Hans-Peter Boschert einen Kreuzbandriss.
Toba selbst erklärte am späten Samstagabend:
Auf einmal hat es gekracht, und ich konnte das Bein nicht mehr halten.
Um so überraschender war, dass der 25-Jährige am Pauschenpferd den Wettkampf fortsetzte. Humpelnd ging er an das Gerät, um der Mannschaft zu helfen, obwohl er seine Chance auf das Mehrkampf-Finale durch die Knieverletzung längst eingebüßt hatte.
Am Pauschenpferd setzte Toba dann den Wettkampf fort. Trotz seines Kreuzbandrisses.
dpa
Ganz seltene Note
Am Boden erhielt er für seinen unfreiwilligen Kurzauftritt die ganz seltene Note von 1,3 Punkten.
Verbissen kämpfte er am Seitpferd und absolvierte völlig geschwächt seine Übung.
14,233 Punkte und damit die höchste Wertung im deutschen Quartett an diesem Gerät waren der verdiente Lohn.
Toba durfte dafür den anerkennenden Applaus der rund 8000 Zuschauer in Empfang nehmen.
Und wir haben unseren ersten Olympia-Helden!
(dpa)