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Nach Stimmungsboykott: Klopp haut beim Fan-Streit auf den Tisch

Er war mächtig sauer wegen der anhaltenden Fan-Proteste: BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Er war mächtig sauer wegen der anhaltenden Fan-Proteste: BVB-Trainer Jürgen Klopp.

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dapd

Hoffenheim -

90 Minuten Schweigen – am Spieltag nach Durchwinken des DFL-Sicherheitskonzepts herrschte im Dortmunder Block in Hoffenheim gespenstische Stille. Viele kamen erst nach dem Anpfiff in ihren Block. Die fast nur in Schwarz gekleideten BVB-Anhänger schwangen ihre Fahnen nicht und hatten die wenigen Spruchbänder falsch herum aufgehängt.

Der Umgang der aktiven Fans mit dem umstrittenen DFL-Papier stößt allerdings inzwischen auf heftigen Gegenwind. BVB-Coach Jürgen Klopp (45) platzte nach dem Spiel der Kragen: „Es ist einfach Quatsch, wenn weiter so populistisch diskutiert wird! Wir hatten immer mörderischen Respekt vor der Leistung der Fans – aber aktuell ist es wohl nicht die beste Phase im Miteinander.“

Dortmunds Fanbeauftragter Sebastian Walleit (30) mahnt: „Die Zukunft wird zeigen, ob die Aufregung gerechtfertigt war oder sich im Grunde wenig bis gar nichts spürbar ändern wird.“ Der Großteil der verabschiedeten Beschlüsse habe laut Walleit „keine Auswirkungen auf die Fankultur. Von einer Beerdigung dieser kann bei sachlicher Betrachtungsweise absolut keine Rede sein.“

Deshalb hofft Klopp im Pokal gegen Hannover wieder auf Unterstützung. „Wir würden uns wünschen, dass es ein gebührender Jahresabschluss wird und verschiedene Dinge vielleicht einfach außen vor gelassen werden.“

Der BVB veröffentlichte sogar einen Appell an die Fans: „Euch, die BVB-Fans, möchten wir deshalb bitten, uns morgen Abend wieder zu unterstützen. Lautstark. Bedingungslos. Geduldig. So, wie wir Euch kennen. Und, falls nötig, 120 Minuten lang“, hieß es in einem Brief, den der Klub am Dienstag veröffentlichte.