Oschersleben - Mal was Neues von Schumi: Er fährt ein Motorrad-Rennen - und stürzt nicht! Nein, kein Spott, sondern ein ernstgemeintes Lob für den Hobby-Piloten. Denn Schumi traute sich Samstag erstmals den Start in einem WM-Lauf zu.
Beim Acht-Stunden-Rennen im Rahmen der „German Speedweek“ in Oschersleben fuhr der Formel-1-Rentner auf seinem Honda-Superbike (285 PS) fehlerfrei - und kam den Zeiten seines Holzhauer-Teamkollegen Martin Bauer (Österreich) verdammt nahe.
Bevor Schumi übernahm, hatte Bauer (Führender der Superbike-IDM) rekordverdächtige 16 Boxenstopps absolvieren müssen. Die verflixte Elektronik! Nach 6:45 Stunden musste das Schumi-Team deshalb auch aufgeben - schade, denn so entging dem WM-Novizen sein heiß ersehntes „Nachttraining“.
Nach dem Sieg des Kawasaki-Teams Frankreich zischten Schumi und Fitnesstrainer Michael Harner noch ein Bierchen mit den Kollegen. Aber dann ging’s in Bett, denn gestern gab er schon wieder in zwei IDM-Rennen Gas. Vormittags überholte Schumi vom letzten Startplatz aus elf Konkurrenten und holte am Ende Platz 28. Im 2. Rennen passierte es dann doch: Er stürzte in der 11. Runde bei einem Angriff auf die 21. Position, blieb aber unverletzt.
Schumis neue Lust am Lernen. Oder besser Frust. Schumi will sein Auto verstehen. Will Siege einfahren. Aber ein Rekordmeister beim Nachsitzen ist nur schwer vorstellbar.
Insgesamt dreimal soll das Team Felipe Massa den "versteckten" Befehl erteilt haben, Alonso überholen zu lassen.
Damit ist Ecclestones Drohung vom Tisch, der Klassiker der PS-Branche könnte gestrichen werden.