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Formel 1: Vettel-Entdecker: „Ich tippe auf Sebastian als neue Nummer 1“

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2003 am Nürburgring: Sebastian Vettel als Red-Bull-Junior mit Michael Schumacher und Entdecker Gerhard Noack

Foto:

GN

Melbourne -

Sebastian Vettel (28) macht die Pressekonferenz zum WM-Auftakt beim Australien-GP (Sonntag, 6 Uhr, RTL & Sky) zu seiner Show.

Er setzt seinem alten Red-Bull-Rivalen Daniel Ricciardo (26) seine Ferrari-Mütze auf. „Die steht dir gut. Ich hätte kein Problem damit, wenn Daniel irgendwann bei uns fahren würde.“ Und er kann über die Pizza-Witze über den Namen „Margherita“ seiner neuen Ferrari-Göttin lachen. Ricciardo legt noch einen nach: „Das ist ein Cocktail oder?“ Vettel kontert grinsend: „Margherita war eine italienische Königin. Die Königin trägt ja eine Krone und wir hoffen, dass wir dem Auto am Ende der Saison auch eine Krone aufsetzen können.“

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Sebastian Vettel (2.v.r.) beim NRW-Cup 1998 auf dem Kerpener Erftlandring mit Mario Josten, Philipp Wlatzig (v.l.) und Moritz Beutler (3.v.r.)

Foto:

Bucco

Vettel setzt sich selbst unter Erfolgsdruck. Der Heppenheimer soll nicht nur den ersten Ferrari-Titel seit 2007  (Kimi Räikkönen) einfahren. Er soll auch die ganze Formel 1 retten und mit emotionalen Siegen gegen Mercedes-Dominator Lewis Hamilton (31) den Zuschauerschwund bekämpfen.

Dass er das schafft, glaubt einer, der Vettel schon als Kart-Knirps aus Kerpen kennt: Gerhard Noack (64). Sein Entdecker sagt EXPRESS: „Ich tippe mal auf eins, dass Sebastian in Melbourne gewinnt und auch mit Ferrari Weltmeister wird.“

Trotz Vettels Test-Bestzeiten mutig! Denn Mercedes hat nicht alle Trümpfe aufgedeckt. Hamilton und Nico Rosberg (30) zogen noch nie die neuen ultraweichen Reifen auf.

„Bei unserem letzten Telefonat sagte Sebastian, dass er noch nicht weiß, ob Mercedes mauert“, sagt Noack. „Aber er hat ein sehr, sehr gutes Gefühl im Auto und fühlt sich wesentlich dichter an Mercedes dran.“
Durch den heißer werdenden Reifen-Poker und das neue Qualifying-Format („Reise nach Jerusalem“) kämen zusätzliche Spannungsmomente rein. Noack: „Du hast einmal kurz Pech, dann bist du weg.“

Doch ein Faktor ist seiner Meinung nach entscheidend: „Wenn Sebastian seine Leistung bringt und die Mercedes-Jungs sich in die Quere kommen, wird er Weltmeister. Nico muss alles dran setzen, den Hamilton endlich zu schlagen. Bisher hat es nicht gereicht. Ich denke auch, dass Mercedes ihm die letzten drei Siege im Vorjahr geschenkt hat.“

Läuft alles nach Plan, holt Vettel seinen ersten Ferrari-Titel schon drei Jahre früher als es Kindheitsidol Michael Schumacher (47) gelang. „Man sollte beide nicht vergleichen“, findet Noack. „Michael musste Ferrari in einer viel schwierigeren Zeit aufbauen und an die Spitze bringen. Ich bin stolz drauf, dass beide in ihrer Epoche die Besten der Welt sind.“