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Lotus, Sauber und Force India sauer: Droht der Formel 1 in Austin ein Team-Boykott?

Force India gehört zu den bedrohten Teams in der Formel 1. Ihnen geht allmählich das Geld aus.

Force India gehört zu den bedrohten Teams in der Formel 1. Ihnen geht allmählich das Geld aus.

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AP

Austin -

In der Formel 1 steckt mitten in einem "Klassenkampf".

Nachdem den Sorgenkindern Caterham und Marussia kurz vor Saisonende allmählich das Geld ausgeht, und sie am großen Preis der USA gar nicht erst teilnehmen werden, machen nun Gerüchte über einen Dreier-Boykott die Runde.

Demnach halten Experten es für möglich, dass auch Sauber, Lotus und Force India beim US-Grand-Prix nicht an den Start gehen.

Angeblich, berichtet motorsport-magazin.com, habe nur die Angst vor einem totalen Fiasko die Teams davor abgehalten, den Boykott tatsächlich durchzuziehen. Ganz vom Tisch, so scheint es, ist der Startverzicht allerdings noch nicht.

Allerdings wird Vijay Mallya, Chef des Force India-Teams, zitiert mit den folgenden Worten zitiert: "Ich habe mit keinem Team über irgendeinen Boykott gesprochen. Aber ich habe mit Lotus und Sauber über unsere extreme Enttäuschung über den Verlust von Marussia und Caterham geredet. Der Arroganz der großen Teams muss Einhalt geboten werden."

Die Schere zwischen den Teams driftet auseinander

Im Klassenkampf der Formel 1 geht es ums Geld. „Die Verteilung der Einnahmen ist ganz auf die Teams ausgerichtet, die es sich leisten können, in der Spitze zu fahren.

Und das geht direkt zu Lasten der Rennställe, die eher am Rand stehen. Deshalb sind zwei der kleinen Teams verschwunden“, empörte sich der Teamchef von Force India, Vijay Mallya, für dessen Rennstall Nico Hülkenberg fährt.

Chefvermarkter Bernie Ecclestone steht - mal wieder - im Mittelpunkt der Anfeindungen. Auf die Frage, ob die Formel 1 kleine Teams brauche, antwortete Ecclestone bei „Sky Sports“: „Wir brauchen sie, wenn sie eine anständige Leistung abliefern und nicht mit dem Klingelbeutel herumgehen.“

Ecclestone: Künftig nur 14 Fahrer?

Ecclestone kann sich sogar ein weiter dezimiertes Teilnehmerfeld für die kommende Saison vorstellen.

„Es könnte bis auf 14 runtergehen. Wenn wir zwei weitere Teams verlieren, dann wird genau das passieren“, sagte der 84-Jährige.

Ecclestone würde es viel lieber sehen, wenn Branchengrößen wie Ferrari künftig mit drei Autos an den Start gehen würden.

Eine Idee, die auch im Fahrerlager nicht gut ankommt: „Wäre in diesem Jahr jeweils ein dritter Wagen auf der Strecke gewesen, dann wäre die Weltmeisterschaft schon Mitte der Saison entschieden gewesen“, meinte Williams-Pilot Felipe Massa mit Blick auf die Silberpfeile.

„Ich mag die Idee von drei Autos nicht“, sagte McLaren-Routinier Jenson Button, der ebenfalls einen Imageschaden für die PS-Show befürchtet.

(cb/dpa)