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Im Rheinland läuft’s wieder: So viel Laufboom war noch nie!

Massen-Bewegung: Joggen liegt im Trend

Massen-Bewegung: Joggen liegt im Trend

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dpa

Köln -

So viel Laufboom war noch nie! Im Rheinland schnürt aktuell jeder Vierte regelmäßig die Turnschuhe, um eine Runde zu drehen. Läuft bei dir, Rheinland! EXPRESS erklärt den Trend.
In Deutschland gibt es 19 Millionen Läufer. Vereine bieten 3900 Lauftreffs an – und jährlich über 3700 Laufveranstaltungen, an denen 2,3 Millionen Menschen teilnehmen.

„Besonders das Rheinland ist eine wahre Hochburg für Jogger“, weiß Prof. Ingo Froböse (58) von der Deutschen Sporthochschule, einer der renommiertesten Laufexperten des Landes. Das Ganze gipfelt in den großen Marathon-Veranstaltungen.

„Der Rheinländer macht seine Laufveranstaltungen zu riesigen Events. Manche Laufgruppe sieht aus wie auf dem Weg zum Karneval“, sagt Froböse. „Das ist eine tolle Entwicklung, weil es den Spaßfaktor erhöht.“
Und sie lässt sich durch Zahlen belegen: Beim Köln-Marathon gab es im vergangenen Jahr 15.500 Finisher, in Düsseldorf waren es 12500 und in Bonn 9000.

Es muss nicht gleich ein Marathon sein.

Aber es muss nicht gleich ein Marathon sein. Das Gesunde daran ist ohnehin der Weg zum Lauf: Wer sich regelmäßig über eine Stunde pro Woche bewegt, der steigert seine Lebenserwartung statistisch um 6,2 Jahre!
Sabrina Mockenhaupt (34) ist Deutschlands erfolgreichste Läuferin.

Sie wurde in ihrer Karriere insgesamt 40-mal (!) Deutsche Meisterin, ihre Wettkampfstrecken reichten dabei von 1500 Meter bis zum Marathon, wo sie eine Bestzeit von 2:26:21 Stunden hat.

„In den letzten Jahren hat es in der Tat einen regelrechten Lauf-Boom gegeben. Ich könnte fast jede Woche bei irgendeinem Lauf im Rheinland antreten. Und viele Wettkämpfe und Jedermann-Läufe nehme ich dabei als Trainingseinheit mit. Ich genieße es einfach, nicht alleine laufen zu müssen“, sagt die sympathische Athletin.

„Ich rate jedem, sich einer Laufgruppe anzuschließen“

Sie gibt dabei auch gerne Tipps für Anfänger und Profis: „In puncto Motivation rate ich jedem, sich einer Laufgruppe anzuschließen.

Da herrscht ein gewisser Gruppenzwang, und man hat es schwerer, Ausreden zu finden. Zudem sollte man sich zwei fixe Termine in der Woche freihalten fürs Laufen. Mit der Zeitumstellung ist es nun auch länger hell, das heißt, man kann nach der getanen Arbeit noch eine lockere Runde drehen.“

Setzen Sie sich ein Ziel

Aber auch etwas anderes ist wichtig für Sabrina Mockenhaupt.

Sie rät: „Setzen Sie sich ein Ziel. Entweder abnehmen oder aber auch einen Wettkampf. Es muss kein Marathon sein, auch ein Firmenlauf oder ein Frauen-Lauf sind gute Vorhaben, worauf man hinarbeiten kann. Ich persönlich brauche aber ein Ziel, was mich ein wenig fordert, aber auch stresst. Dann bleib ich dran.“
Und was sind „Mockis“ Lieblingsstrecken? „Ich laufe gerne im Kölner Stadtwald, an der Sengbachtalsperre oder in meiner Siegener Heimat an der Obernautalsperre. Aber das Schöne am Laufen ist doch, dass man es überall machen kann. Ich brauche nur ein paar Turnschuhe und kann starten - selbst in der Stadt kann man abends eine Runde um die Häuserblocks laufen.“
Mockenhaupt selber bringt es in der Woche auf 160 bis 180 Kilometer. Anfänger sind mit 15 bis 30 Kilometer in der Woche aber schon gut bedient.

Die erfolgreiche Wahl-Kölnerin rät: „Achten Sie auch auf einen Ausgleich. Nach dem Training sollte man zehn Minuten die Muskeln dehnen, ein wenig Bauch- und Rückenmuskeltraining ist auch wichtig.“


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