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Gaga oder genial?: Rosberg kriegt ein Megafon an den Auspuff

Eine der Ideen für mehr Lärm: Ein Megafon auf dem (zu) kurzen Mercedes-Auspuff.

Eine der Ideen für mehr Lärm: Ein Megafon auf dem (zu) kurzen Mercedes-Auspuff.

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imago - Montage: EXPRESS

Köln -

Ist der neue Formel-1-Sound so „scheiße“, wie Weltmeister Sebastian Vettel (26) schimpfte? Oder machen einige Dauer-Nörgler wie der um sein Lebenswerk bangende F-1-Boss Bernie Ecclestone (83) viel Lärm um nichts?

Die Diskussion führt vor dem Europa-Auftakt in Barcelona (Sonntag, 14 Uhr, RTL & Sky) jedenfalls zu wilden Auswüchsen: Nico Rosberg (26) bekommt ein Megafon an den Auspuff seines Mercedes geschraubt.

Kein Witz! Bei uns verrät Rosberg: „Dass der Sound nicht ideal ist und zum Beispiel in Monaco viel von der Atmosphäre im Hafen verloren ginge, wissen wir. An Verbesserungen arbeitet mein Team bereits.“

Sportchef Toto Wolff (42) enthüllt: „Die Ansätze gehen von sehr komplexen Lösungen innerhalb des Auspuffsystems bis zu simplen Megafonen hinten drauf. Die werden wir auch in Barcelona am Auto testen.“

Wie jetzt: Eine von Demos bekannte Plastik-Flüstertüte an einem F-1-Auspuff, der bis zu 600 Grad heiß wird?

Natürlich nicht. Wolff erklärt: „Ein Megafon-Lautsprecher ist ein paralleler Auspuff, der sich am Ende einfach öffnet – mit allen Problemen, die so etwas mit sich bringt.“

Damit meint der Österreicher, dass ein heutiger Auspuff thermisch und aerodynamisch von Anfang an ins Konzept integriert ist. Obwohl er per Reglement nicht mehr den Diffusor (aufsteigendes Profil des Unterbodens) anblasen darf, hat er einen Anteil an der Gesamtleistung.

So liegt auch der leisere Sound nicht – wie von Vettel und Co. irrtümlich angenommen – an den neuen V6-Turbo-Motoren und ihren niedrigeren Drehzahlen (15.000 statt 18.000 U/Min), sondern rein am Auspuff.

Renault-Chef Rob White (48): „Das liegt an den Auspufflängen. Mercedes hat den kürzesten, wir den längsten, und Ferrari liegt irgendwo dazwischen.“

Heißt: In der Formel-V6 kommt es doch auf die Länge an. Heißt das auch, dass der Silber-Stummel jetzt als Kompensation das größte Megafon braucht? Diese Lösung findet Wolff nur bedingt witzig: „Ich weiß nicht, ob das für die Formel 1 spricht, nichtsdestotrotz kommt Mercedes mit Ansätzen nach Barcelona.“