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Vertrags-Chaos : Hat sich Bayer 04 verzockt?

Wohin führt sein Weg? Kevin de Bruyne verlässt Bremen.

Wohin führt sein Weg? Kevin de Bruyne verlässt Bremen.

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Bongarts/Getty Images

Leverkusen -

Kommt er? Oder hat Bayer das Rennen um Chelseas Supertalent Kevin de Bruyne (21) bereits verloren?

Klubchef Wolfgnag Holzhäuser sagt: „Wir sind noch im Rennen.“ Vor Wochen sah das noch anders aus. Da war Leverkusen klarer Favorit. Was ist in der Zwischenzeit passiert?

Nachdem sich André Schürrle mit dem FC Chelsea auf einen Fünfjahresvertrag inklusive einer Ablöse zwischen 23 und 25 Millionen Euro verständigte, schien der De-Bruyne-Deal nur noch Formsache zu sein. Chelsea bot Bayer an, den Spieler für ein Jahr auszuleihen.

Aber der Werksklub soll plötzlich nachverhandelt und darauf bestanden haben, den belgischen Nationalspieler für zwei Jahre ausleihen zu wollen. Dazu sollen sie eine Kaufoption gefordert haben. Im Bayer-Umfeld heißt es, besonders Werner Wenning (66), der mächtige Chef des Gesellschafterausschusses, habe darauf gedrängt.

Chelsea lehnte ab. Und plötzlich wackelt auch der sicher geglaubte Schürrle-Transfer. Holzhäuser lässt keine Zweifel aufkommen, dass man den wechselwilligen Nationalspieler ohne weiteres bis 2014 halten wird. Auch gegen dessen erklärten Willen. „Wenn wir keinen vernünftigen Ersatz für Schürrle bekommen, wird er weiter für Bayer spielen.“

Für Bayer und Schürrle wäre das die schlechteste aller Lösungen. Der Spieler würde innerlich kochen. Man hätte ihm bereits zum zweiten Mal den Traum von England zerstört. Und der Klub hätte einen Spieler in seinen Reihen, der sich trotz Champions League innerlich wohlmöglich verweigern würde.