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Express.de | Nachwuchs unterwegs: Podolski: „Unser Kind soll Kölner werden“
04. January 2016
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Nachwuchs unterwegs: Podolski: „Unser Kind soll Kölner werden“

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Lukas Podolski vor dem Kölner Dom. Der Weltmeister macht keinen Hehl aus der Liebe zu seiner Heimat.

Foto:

Bopp

Köln/Istanbul -

Am kommenden Sonntag feiert er seinen Hallen-Hattrick. Zum dritten Mal steigt der Sparhandy-Cup mit Weltmeister Lukas Podolski (30).

Im EXPRESS-Interview spricht der Star von Galatasaray Istanbul erstmals über den kommenden Nachwuchs, die EM im Sommer und die Rückrunde des FC.

Herr Podolski, wie haben Sie Silvester verbracht?

Zusammen mit meiner Familie am Strand. Wir hatten am 27. Dezember das letzte Spiel mit Galatasaray und dann eine Woche Urlaub. Ich habe etwas entspannt, da ich mit Problemen am Sprunggelenk zu kämpfen habe.

Eine ernste Verletzung?

Es ist seit Wochen etwas geschwollen. Es ist nichts schlimmes, aber die Pause tut gut.

2016 wird ein aufregendes Jahr für Sie. Sie werden zum zweiten Mal Vater...

Ja, daher ist das Wichtigste, dass unser Kind gesund zur Welt kommt. Das habe ich mir gewünscht. Alles andere ist nicht so wichtig. Meine Familie ist das wichtigste in meinem Leben, da steht nichts drüber.

Wissen Sie schon, wann es zur Welt kommen soll?

Nein, wir wissen es noch nicht genau. Es könnte auch während der EM passieren. Ich weiß auch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Aber eines ist für mich klar.

Und zwar?

(lacht) Unser Kind soll in Köln zu Welt kommen, damit es gleich eine Verbindung zu der Stadt und dem FC hat.

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Monika ist seit 2011 mit Lukas Podolski verheiratet.

Foto:

imago/Insidefoto

Sie haben noch zweieinhalb Jahre Vertrag in Istanbul, zieht ihre Familie nach der Geburt dann komplett an den Bosporus?

Ja, Istanbul ist jetzt mein Mittelpunkt. Nach der Geburt werden wir dort zusammen leben.

Am Sonntag sind Sie erst einmal wieder in der Heimat beim Sparhandy-Cup. Das Turnier hat sich etabliert...

Ja, ich finde es schade, dass es diese Hallenturniere nicht mehr so oft gibt. Als kleiner Junge habe ich es immer geliebt, sie zu schauen. Da kam mir zusammen mit Markus Krampe, mit dem ich viel zusammen mache, die Idee. Es war bis jetzt jedes Mal ausverkauft und wir haben immer viel Geld für Kinder eingesammelt. Der Benefiz steht im Vordergrund.

Im Sommer steht die EM in Frankreich an. Wie zuversichtlich sind Sie, dabei zu sein?

Ich bin zufrieden mit meinen Leistungen, habe acht Tore und vier Assists auf dem Konto. Es läuft gut für mich, der Wechsel in die Türkei war richtig. Ich hatte auch Anfragen aus der Bundesliga, aber das hätte ich wegen dem FC nicht machen können.

Sami Khedira sagte, dass man in der derzeitigen Verfassung kaum eine Chance auf den EM-Titel habe. Stimmen Sie ihm zu?

Das wird sich ergeben! Wir sind vor Turnieren immer hochgefahren und haben uns gesteigert. Es ist eine neue Situation für uns als Weltmeister, die Leute schauen auf uns als Favoriten. Wir haben die Qualität, die Talente und die Taktik – wenn der Biss und der Hunger kommt, dann können wir auch Europameister werden.

Sie sind im Sommer 31 Jahre alt, wird es ihr letztes Turnier?

Ich schließe nichts aus. Wenn meine Knochen halten, muss es nicht das letzte Turnier gewesen sein.

Was trauen Sie denn dem FC in der Rückrunde zu?

Bis jetzt spielen sie eine geile Saison. Die Mannschaft macht einen festen Eindruck. Es ist schade, dass sie ein paar Punkte liegen gelassen haben. Aber man sollte den Ball flach halten, schnell 40 Punkte holen und dann kann man befreit aufspielen. Es ist aber Schwachsinn, jetzt vom internationalen Geschäft zu sprechen.

Und im Herbst folgt ihr nächstes Highlight – die kölschen Wies’n.

Ja, ich bin zwar Fußballer und das ist mein erster Beruf. Aber ich habe auch andere Interessen, wie zum Beispiel meine „Strassenkicker“-Kollektion. Ich versuche mit Markus Krampe Dinge zu machen, die mir Spaß bereiten. Das wird eine tolle Veranstaltung und auch da können wir wieder Kinder froh machen. Darum mache ich das mit meiner Stiftung. Ich bin selbst in armen Verhältnissen groß geworden. Ich versuche denjenigen zu helfen, die es nicht so einfach haben.