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Nach Partie gegen Ingolstadt: Bellinghausen schimpft: "Das war wie in einem Luftkurort"

Ingolstadts Mathew Leckie lässt sich theatralisch fallen, nachdem Sergio Pinto ihn vom Ball getrennt hat.

Ingolstadts Mathew Leckie lässt sich theatralisch fallen, nachdem Sergio Pinto ihn vom Ball getrennt hat.

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imago/Revierfoto

Düsseldorf -

Zweiter gegen Erster, Spitzenspiel der 2. Liga, knisternde Spannung. Von wegen!

Der vermeintliche Halloween-Kracher Fortuna gegen Ingolstadt war so unterhaltsam wie ein unbeleuchteter Kürbis...

Das hatte Gründe. Fortuna hatte gegen die beste Abwehr der Liga kaum Mittel, kam nur ganz zu Beginn des Spiels und im letzten Drittel der Partie zu guten Offensiv-Aktionen. Immer wieder wurden hohe Bälle auf den nicht gerade baumlangen Jimmy Hoffer geschlagen - und die wurden dann meist problemlos vom Tabellenführer weggeköpft. Dazu kam eine massive Zweikampfschwäche, im ersten Durchgang verlor Fortuna fast zwei Drittel der Duelle.

Maßgeblich verantwortlich für das zerhackte Spiel war aber auch, dass der Ball selten rollte. Etliche Male wälzten sich Gäste-Spieler minutenlang am Boden, ohne dass überhaupt auszumachen war warum. Wollten die Ingolstädter den Schiedsrichter zu Sanktionen provozieren, nachdem Danilo da Costa bereits nach wenigen Minuten nach einem unglücklichen Crash mit Lukas Schmitz (der sich dabei auch verletzte) einen Schienbeinbruch erlitten hatte?

Ingolstadts Pechvogel war jedenfalls der einzige Gäste-Spieler, der tatsächlich verletzt auf dem Rasen lag. Der Jubel von Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Schlusspfiff lässt erahnen, dass es sich um permanentes Zeitspiel handelte.

Fortunas Spieler waren in der zweiten Hälfte so genervt, dass sie den Ball in den entsprechenden Situationen gar nicht mehr ins Aus schlugen. „Man kam sich ja manchmal so vor, als sei man nicht in der Esprit-Arena, sondern in einem Luftkurort“, prangerte Axel Bellinghausen die Liegesucht der Gäste an. Auch Michael Liendl gingen die Mätzchen der Bayern mächtig auf den Zeiger: „Als Fußballer kann man auch mal wie ein Mann stehen bleiben.“

Ein weiterer Grund für den Grusel-Kick an Halloween war der katastrophale Rasen. „Ich hatte sogar 19er Stollen drunter und ich bin ständig ausgerutscht. Ich kam mir teilweise vor wie ein Schlittschuhläufer“, motzte Charli Benschop. Liendl ergänzte: „Bei dem Boden konnte man gar kein Kombinationsspiel aufziehen. Selbst kurze Flachpässe titschten viermal auf, bevor sie beim Mitspieler ankamen.“

Immerhin: Die Nullnummer hat nichts kaputt gemacht, Fortuna bleibt in der Spitzengruppe. Fazit Oliver Reck (49): „Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen Unterbrechungen. In der zweiten Liga bekommst du eben nichts geschenkt.“