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Lostopf 2: DFB-Pokal-Auslosung: Trommel des Grauens für Fortuna Düsseldorf

Vor ihr zittern die Fortunen: die Trommel des Grauens.

Vor ihr zittern die Fortunen: die Trommel des Grauens.

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SvenSimon/dpa

Düsseldorf -

Ex-Präsident Peter Frymuth hatte immer einen großen Wunsch - er wollte mit Fortuna gerne mal im DFB-Pokal überwintern. Geklappt hat das nie. Im Gegenteil: In den letzten Jahren wurde aus der einstigen Düsseldorfer Parade-Disziplin (Fortuna hält nach wie vor den Rekord mit 18 gewonnenen Pokalspielen am Stück) eher ein Blamagen-Cup.

Allein von daher wird Lostopf 2, aus der Tennis-Star Andrea Petkovic am Mittwochabend nach dem Länderspiel zwischen Deutschland und den USA in Köln den Gegner für die erste Runde ziehen wird, zur „Trommel des Grauens“. Kaum ein Los ist dabei, das für Euphorie sorgen könnte.

Kein Wunder, endeten die letzten drei Düsseldorfer Pokal-Auftritte in Offenbach (0:2), Wiedenbrück (0:1) und Würzburg (2:3 nach Verlängerung) jeweils mit Pleiten gegen Mannschaften, die zwei Klassen tiefer spielten. Und die hatten auch noch weitreichende Folgen. Nach dem Debakel in Offenbach folgten Absturz und Abstieg aus der Bundesliga.

Das Desaster in Wiedenbrück, damals monatelang Regionalliga-Letzter und in dieser Eigenschaft auch gegen Fortunas Zwote unterlegen, bedeutete den Anfang vom Ende für Trainer Mike Büskens. Noch schlimmer war es im Jahre 2010, als auf das Aus beim 0:1 in Koblenz sechs Niederlagen zum Zweitliga-Start folgten.

Kein Wunder, dass sich Paul Jäger vor dem Griff in die Trommel in Galgenhumor flüchtet: „Ich habe kein Wunschlos, denn in den letzten beiden Jahren haben wir schon Wunschgegner von mir bekommen. Egal, was das Los uns heute bringen wird, wir fahren da als krasser Außenseiter hin.“

Deshalb spielt der Pokal wie in den vergangenen Jahren im Etat auch so gut wie keine Rolle, lediglich die Einnahmen aus der ersten Runde sind veranschlagt. Was droht am Mittwoch? Neben Gastspielen bei den Liga-Konkurrenten FC St. Pauli, TSV 1860 München, Arminia Bielefeld und MSV Duisburg ist Topf 2 gespickt mit Reisen, an die unangenehme Erinnerungen geknüpft sind.

Bei 19 von 32 möglichen Gegnern spielte Fortuna in den letzten zehn Jahren mindestens einmal, bei 16 von diesen Gegnern gab es dabei Niederlagen. Das Feld reicht vom VfB Lübeck, der Fortuna 2008 sogar als insolventer Tabellenletzter schlug, bis zu Rot-Weiss Essen, das Fortuna jahrelang aus dem Niederrheinpokal kegelte.

Ach ja, und die Kickers aus Würzburg haben sich ebenfalls wieder qualifiziert. Aber vielleicht serviert Petkovic ja auch mal so einen leichten Ball, dass ihn selbst Fortuna im Pokal nicht verschlagen kann...