„Am Anfang war ihm anzumerken, dass er etwas nervös war. Danach hat er ein gutes Spiel gemacht“, urteilte Norbert Meier über seinen Debütanten.
Weil Christian Weber gelbgesperrt fehlte, war Kai Schwertfeger nach langem Anlauf endlich zu seiner Zweitliga-Premiere gekommen.
Meier hatte dem Rechtsverteidiger erst am Sonntag beim Frühstück mitgeteilt, dass er in der Startelf steht – um beim 21-Jährigen erst gar keine Nervosität aufkommen zu lassen.
Doch Schwertfeger gab wie aus der letzten Saison gewohnt den „coolen Kai“, lieferte eine abgezockte Partie ab und grinste danach: „Wieso hätte ich wegen der Kulisse nervös sein sollen? Mein letztes Spiel war doch auch vor 50.000.“
Das war beim Aufstiegsspiel gegen Werder Bremen II.
Nun hat es der Pechvogel der Hinrunde (er sollte schon gegen den KSC debütieren, dann sprang beim Warmmachen die Kniescheibe raus) mit langem Anlauf endlich geschafft.
Nur für ein Spiel? „Christian Weber spielt bisher eine sehr gute Saison. Ich werde versuchen, mich für weitere Einsatzzeiten anzubieten“, hält Schwertfeger den Ball flach.
Konkurrent Weber hat den Auftritt des Youngsters aber sehr wohl registriert: „Alle waren stark. Und auch Kai hat wirklich gut gespielt. Ich werde im Training Gas geben müssen, damit ich in Augsburg wieder in der Startelf stehe.“
Fortunas Sensationsaufsteiger wurden als Düsseldorfer „Mannschaft der Saison“ gewählt - zur Belohnung gab es dafür zwischen den beiden Einheiten Nudeln, Antipasti und Salat.
Am Mittwoch brachten die Pänze von der Kita am Robert-kratz-Weg, die Fortunen mit ihren Fragen ganz schön ins schwitzen...
Zoff und Finanzprobleme dagegen bei der Konkurrenz. „Die anderen sind auch noch nicht an Schmitz Backes vorbei. Lautern hätte fast gegen Frankfurt verloren, und Augsburg bescheißt sich schon seit Wochen vor Glück.“