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Emotionales Spitzenspiel Erst Gift und Galle, dann hatten sich alle wieder lieb

Rudi Völler diskutiert mit Schiri Deniz Aytekin.

Rudi Völler diskutiert mit Schiri Deniz Aytekin.

Foto:

Bongarts/Getty Images Lizenz

Leverkusen -

Schlusspfiff in Leverkusen. Sekunden später muss sich Schiedsrichter Deniz Aytekin warm anziehen. Achtung, d'r „Rudi Rumms“ kütt...!

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler stiefelt wieder einmal auf den Platz und in Richtung seines „Lieblingsschiris“. Aytekin hatte er vor anderthalb Jahren schon geraten, er möge doch lieber Frauen-Fußball pfeifen („So ein Mist, jeden Mückenstich pfeift der“).

Diesmal ist Völler besonnener, aber in der Sache bestimmt. Was ihn aufregt: Aytekin ließ trotz der vielen Wechsel und drei Toren nach der Pause nur drei Minuten nachspielen. „In Italien hätte man dafür sechs Minuten nachspielen lassen. Das habe ich dem Schiri auch so gesagt. An ihm lag es allerdings nicht, dass wir verloren haben.“

Es gab mehrere Aufreger. So auch nach dem 3:2-Siegtreffer der Borussen, als sich BVB-Trainer Jürgen Klopp vor der Leverkusener Trainerbank aufbaute.

Gab es eine Provokation gegen Bayers Teamchef Sami Hyypiä oder war es ein normaler Jubel? „Das ist mir egal“, hatte Hyypiä keine Lust, darauf einzugehen. Sein Gesichtsausdruck verriet aber, dass ihm Klopps Jubel wohl nicht so gefallen hatte. Doch ganz Gentleman schob der faire Finne dann auch noch nach: „Ich habe kein Problem mit Jürgen Klopp.“

Für den BVB-Trainer, der vom vierten Offiziellen wegen Verlassen der Coaching-Zone ermahnt worden war, war alles im Rahmen.

„Da war nichts Böses zwischen uns“, meinte er. Der Heißsporn hatte am Ende keine Stimme mehr, aber noch die Kraft, Bayers Trainer Sascha Lewandowski freundschaftlich zu umarmen.

„Ich kenne den Jürgen seit Jahren. Wir verstehen uns gut. Ich habe mich auch nicht provoziert gefühlt“, sagte Lewandowski dem EXPRESS.
Es hätte auch nicht zu diesem Klasse-Kick gepasst, wenn die Verantwortlichen den Respekt verloren hätten.