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Bundesliga-Kommentar Der BVB hat Bayern den Rang abgelaufen

EXPRESS-Reporter Marcel Schwamborn.

EXPRESS-Reporter Marcel Schwamborn.

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Köln -

Bayern München beendet die Saison zum zweiten Mal in Folge ohne Meisterschale – das gab es zuletzt 1996. Und zum zweiten Mal jubelt am Ende nicht irgendein Überraschungs-Team, sondern die neue Fußball-Macht aus dem Pott. Borussia Dortmund ist inzwischen nicht nur ein Gegner auf Augenhöhe, der BVB hat dem Rekordmeister den Rang abgelaufen. Dazu muss man gratulieren.

Vor sieben Jahren stand die Borussia noch vor dem Bankrott, doch während die Bosse in München immer mehr Fehler machten, krempelten sie im Revier die Ärmel hoch. Boss Hans-Joachim Watzke gibt schon längst eine bessere Figur ab als die titel-dekorierten Ikonen von der Isar. Dortmunds Manager Michael Zorc wurde lange unterschätzt. Doch er schaffte es zusammen mit Trainer-Glücksgriff Jürgen Klopp ein junges, begeisterndes, hungriges Team zu formen.

Bei den Bayern ist solch eine klare Strategie nicht zu erkennen. Auf der Trainerbank wirkt keine Lösung (Klinsmann, van Gaal, Heynckes) auf Dauer überzeugend. Viele Transfers (Rafinha, Petersen, Usami) floppten. Wenn der Rekordmeister wieder eine Macht in der Liga werden will, braucht der Verein frische Ideen. Hoeneß und Rummenigge kochen schon zu lange ihr Süppchen. Querdenker wie Kahn oder Sammer in Führungspositionen könnten da helfen.