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Nach Kreuzbandriss : Erstes Training: Patrick Herrmann ist wieder da!

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Willkommen zurück: Patrick Herrmann

Foto:

Achim Müller

Mönchengladbach -

Er hat um seine Profi-Karriere gebangt und gezittert. Dann gehofft, gekämpft und geschuftet. 131 Tage lang. Bis Patrick Herrmann (24) nun im Borussia-Park seinen ganz persönlichen Neustart in die Saison feiern durfte. Die Flügel-Rakete ist am Donnerstag wieder ins Mannschafts-Training eingestiegen

Großes „Hallo!“ von den Kollegen. Der Kabinen-Gag der vergangenen Monate („Flaco, kommste mit auf 'en Platz? Klar, geht nur schon vor!“) ist durch. Patrick: „Cool! Irre! Endlich! Darauf habe ich mich so lange gefreut. Ich muss nicht mehr um Stangen herumdribbeln, sondern habe richtige Gegenspieler. Ein riesiges Glücksgefühl für mich.“

Anfang September hatte sich Herrmann bei einem Test in der Schweiz das hintere Kreuzband im linken Knie gerissen. Herrmann war unglücklich in eine Werbebande gerauscht. Bitter: Die Verletzung konnte zunächst von den Ärzten nicht erkannt werden. Herrmann spielte mit kaputtem Kreuzband in der Champions League gegen Manchester City. Dann noch Anfang Oktober in der Liga gegen Wolfsburg.

Bis nichts mehr ging. Knie-Super-GAU! Statt einer OP bei einem Spezialisten in den USA entschied sich Patrick für eine konservative Behandlung. Trug wochenlang rund um die Uhr eine spezielle Schiene, damit Narbengewebe im lädierten Knie entstehen konnte. Mit Erfolg. Die Behandlung schlug an. Dazu kämpfte sich Patrick durch die Reha-Hölle. Stärkte seinen Körper, der aktuell muskulöser denn je wirkt.

„Schlimmste Zeit als Fußballer“

Herrmann: „Richtig zusammenwachsen wird das hintere Band wohl nicht mehr, aber ich spüre kaum etwas. Das ist nichts instabil. Ich bin wieder da!“ Hinter ihm, so der Nationalspieler weiter, liege die „schlimmste Zeit als Fußballer“ überhaupt. Horror-Wochen. „Das Ganze hat mir schwer zu schaffen gemacht. Ich wusste nicht, ob der Plan aufgeht. Bei einer OP wäre ich mindestens neun Monate ausgefallen. Durch die Schiene war auch alles weg – Fitness, Muskeln. Ich musste in der Reha bei null wieder anfangen.“

Flaco hat es geschafft. Und ist als Gladbachs Eigengewächs längst im Derby-Fieber. „Es wäre ein Traum, wenn ich gegen Köln das erste Mal in unserem Stadion zumindest auf der Bank sitzen könnte.“

Anpfiff der Rheinland-Schlacht: 20. Februar, 15.30 Uhr…