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Mittelfeld-Juwel: Dahoud: Grünes Licht für Jogi

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Mahmoud Dahoud bejubelt mit Fabian Johnson  und dem heranstürmenden Xhaka das 1:0 über Köln.

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dpa

Mönchengladbach -

Mahmoud Dahoud. 20 Jahre jung. Mittelfeld-Juwel. Das nächste Ausnahme-Talent aus dem Gladbacher Fohlen-Stall. Bereits gejagt von zig europäischen Top-Clubs (u.a. Juventus Turin, ManCity). Einer der neuen Senkrechtstarter der Liga.

Und nun auch schon Köln-Schreck. Derby-Held. Schütze des entscheidenden Treffers beim rheinischen Gipfel (1:0) im Borussia-Park. Der Niederrhein feiert Matchwinner Mo, der per Außenrist-Schuss den FC düpiert und so die Fohlen zurück in die Europapokal-Ränge gezaubert hat.

Nach dem Derby schweigt Dahoud. Das tut der Jung-Profi mit syrischen Wurzeln (hat einen deutschen und syrischen Pass) eigentlich immer. Medien, Rampenlicht, Kameras – all„ das scheut der Hochbegabte. „Das ist momentan noch nicht sein Ding. Mo ist Straßenfußballer, der einfach nur spielen will“, sagt Manager Max Eberl (42) über den Jungen. Coach André Schubert (44): „Ihm sind alle diese verwirrenden Dinge jenseits des Platzes sehr suspekt.“

Sonntag, am Trainings-Morgen nach dem Derby, weicht Dahoud allerdings für einige Augenblicke vom Pfad des Schweigens ab. Sagt zu EXPRESS: „Das Tor habe ich genauso machen wollen. Der Ball ist mir nicht über den Fuß gerutscht. Ich habe mich bewusst für den Außenrist entschieden.“

Und dann kommt die Nachricht, die wohl mit großem Wohlwollen auch in der Frankfurter DFB-Zentrale vernommen werden dürfte. Dahoud, eines der größten Talente im deutschen Fußball, gibt grünes Licht für Bundestrainer Jogi Löw (66).

Mo: „Ich konzentriere mich nur auf Borussia. Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Aber wenn Sie mich schon so konkret fragen: Jeder Fußballer träumt davon, für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Ich auch. Natürlich träume ich auch davon, mal für Deutschland spielen zu dürfen.“

Das hat er in den DFB-Nachwuchsteams bereits unter Beweis gestellt. Gegen Köln wurde Mo auch von U21-Coach Horst Hrubesch gescoutet. Möglich, dass er ein Ticket für Olympia bekommt. Oder von Löw sogar gleich auf den EM-Zug befördert wird.

Bei Dahouds unübersehbaren Qualitäten ist alles möglich. Und auch das muss man einfach über das Super-Fohlen wissen: Eberl hat Dahoud 2010 dem Nachbarn Fortuna Düsseldorf abgeluchst. Ex-Fohlen-Flüsterer Lucien Favre (58) hatte Dahoud wie einen Sohn protegiert und dessen Ausbildung höchstpersönlich vorangetrieben. Dahoud ist ein Favre-Projekt. Ausgestattet mit einem Vertrag bis 2018. Ohne Ausstiegsklausel. Ein prominenter Spielerberater verrät EXPRESS: „Wer den Jungen verpflichten will, muss aktuell wohl mindestens 40 Millionen Euro hinlegen.“