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Karriereende: Stranzl weint bittere Tränen - Kommt jetzt Knoche?

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Martin Stranzl konnte sich ein paar Tränchen nicht verdrücken.

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dpa

Mönchengladbach -

Gladbachs letzter Gladiator weint. Als Martin Stranzl gestern um 13.05 Uhr im Borussia-Park verkündet, dass er im Sommer seine Karriere beenden wird, verschlägt es dem 35-Jährigen wiederholt die Sprache. Tränen fließen, als der Innenverteidiger gesteht: „Ich trete ab. Die Zeichen des Körpers sind eindeutig. Keine einfache Entscheidung, aber es macht keinen Sinn mehr.“

Der Leithengst checkt also ab Juli in der Fohlen-Kabine aus. Wieder Tränen. Ein Muster-Profi, ein Super-Kämpfer, zeigt Gefühle. „Es fällt riesiger Ballast ab. Ich werde all das vermissen. Aber ich freue mich auch schon auf die Zeit nach der Karriere. Dass ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen kann.“ Die habe, so der Österreicher, in den vergangenen Monaten, einiges mitmachen müssen.

Schlimmes Jahr für Stranzl

Grund: Ein unfassbares Seuchen-Jahr für Martin. Zig schwere Verletzungen (u.a. Augenhöhlenfraktur). Nun wieder ein Muskelfaserriss in der Wade. Zermürbend. Eben auch für Frau Elke, Sohn Elias und Tochter Hannah. Stranzl: „Dass ich nicht so konnte wie ich wollte, dass ich wegen der vielen Verletzungen unzufrieden gewesen bin,   hat meine Familie schon mitbekommen. Ich bin da, wie man in Österreich sagt, zum Ungustl (Eine Art Unsympath, d. Red.) geworden.“

Dass Martin aufhört, weiß Max Eberl seit einem gemeinsamen Gespräch vor rund zwei Wochen. Der Manager: „Wir verlieren einen super Spieler und einen überragenden Menschen. Ich hoffe, dass Martin uns erhalten bleibt. Wir wollen ihn in einer Funktion bei Borussia einbinden. Ich bin zuversichtlich, dass wir da eine Lösung finden werden. Er schwärmt ja vom Rheinland. Aber im Westen sind wir der einzige Verein, der zu ihm passt.“ Und: „Bis zum Sommer soll er noch dem einen oder anderen in der Kabine so in den Hintern treten, damit wir unsere Ziele erreichen.“ 

Fest steht: Stranzl wird nach der Karriere im Rheinland („eine super Ecke zum Leben“) bleiben. In seinem Wohnort Meerbusch-Büderich fühle er sich „total wohl“.

Sohn Elias wolle hier mal in die Fußstapfen des Vaters treten, träume   vom Leben des Fußball-Profis. In Düsseldorf hat Stranzl längst eine Firma gegründet.

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