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Derby: So denken die Gladbacher Geschäftsleute über die Kölner Fan-Demo

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Rebecca und Sandy aus dem „Töff Töff“ haben keine Angst.

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Uwe Schaffmeister

Mönchengladbach -

Bei dieser Konstellation wird vielen mulmig. Vorm Derby werden Hunderte FC-Fans gegen die Beschränkung des Ticket-Kontingents und personalisierte Eintrittskarten demonstrieren - mitten im „Feindesland“.

EXPRESS hat sich auf der 750 Meter langen Strecke in Rheydt umgehört. Ergebnis: Begeistert sind die Geschäftsleute nicht - Angst haben sie aber auch keine. Wir beginnen im „Töff Töff“, das nicht nur aufgrund einer großen Fahne leicht als Borussen-Kneipe zu identifizieren ist. Macht ihr Samstag zu?„Nein, wir haben 365 Tage im Jahr geöffnet“, lacht Sandy hinter dem Tresen.

In unmittelbarer Nähe werden sich die Kölner am Samstag in Bewegung setzen doch sie bleibt locker: „In der Gastronomie darfst du keine Angst haben. Außerdem ist genügend Polizei vor Ort. Und: Wir haben die Züricher überlebt, da werden wir auch die Kölner überleben.“

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Hier findet Samstag die Abschlusskundgebung in Rheydt statt.

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Uwe Schaffmeister

Hintergrund: In der vergangenen Saison benahmen sich Anhänger des FC Zürich anlässlich des Europa League-Spiels in Gladbach mächtig daneben. Davon kann auch Fazli Bekeroglu ein Lied singen.

Unmittelbar neben seinem Restaurant Rossini wird  am Samstag die Abschlusskundgebung stattfinden. „Nur die Schweizer waren bisher schlimm“, sagt er. „Manchester City war hier, das war super. Die haben so viel getrunken, dass ich am Ende kein Bier mehr hatte. Aber alles friedlich. Und ich glaube auch, dass die Kölner keine Randale machen werden.“

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Hat keine Angst vor Kölner Randale: Fazli Bekeroglu vom Restaurant „Rossini“.

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Uwe Schaffmeister

Andere sind etwas skeptischer, wollen aber erst einmal die Entwicklung abwarten. „Wenn es gefährlich wird, schließen wir“, kündigt Lada Krezoric von „Tabak Rademacher“ an. „Ich weiß, dass einige Geschäfte in der Nähe für zwei Stunden schließen wollen. Bisher gab es bei Demonstrationen keine Probleme, aber das könnte etwas Größeres werden.“

Das vermuten sie auch im Blumengeschäft gegenüber. „Die Deko werden wir wahrscheinlich einräumen“, kündigt Manuela Bereths mit Blick auf die Töpfe an, die vor dem Eingang stehen. „Ob wir schließen werden, wissen wir noch nicht. Das müssen wir noch mit der Geschäftsleitung noch abklären. Vielleicht sind wir hier und schließen einfach ab.“

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Manuela Bereths wird Samstag wahrscheinlich ihre Dekoration einräumen.

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Uwe Schaffmeister

Vielleicht eine gute Entscheidung. In den sozialen Netzwerken werden Fohlen-Fans dazu aufgefordert, den Kölnern den Zugang zur Rheydter Innenstadt zu verwehren - was die ganze Sache noch brisanter macht...