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2:3-Pleite: Abwehr-Chaos! Tag des offenen Fohlenstalls in Hamburg

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Gladbacher Abwehr-Chaos: Borussia kann nicht klären. Einen Schuss von Jung fälscht Hinteregger ins eigene Tor ab. Keeper Sommer ist geschlagen, Stindl kann auch noch mehr retten. Und HSV-Müller muss nicht mehr eingreifen.

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imago/MIS

Hamburg -

Dritte Pleite im vierten Spiel 2016: Borussia enttäuschte beim 2:3 gegen den HSV über weite Strecken. In der Abwehr herrschte Chaos. So wird es Samstag im Derby gegen Köln schwer.

Als um 17.20 Uhr die Partie in Hamburg abgepfiffen wurde, waren die HSV-Profis außer sich vor Freude. Die Gladbacher dagegen wirkten richtig niedergeschlagen.

Nach dem 5:1 gegen Bremen war die Leistung am Sonntag im Norden ein klarer Rückschritt für die Fohlen-Elf. Borussia fing sich die dritte Liga-Auswärtspleite in Folge, weil vor  allem in der Abwehr Chaos herrschte. Es war der Tag des offenen Fohlenstalls!

Sportchef Max Eberl war bedient: „Ich ärgere mich total. Wir haben das Spiel leider hergeschenkt. Das große Zauberwort ist Konsequenz und das hat der HSV uns heute vorgemacht.“

Auch Trainer André Schubert haderte: „Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und die Partie total kontrolliert. Dann müssen wir es konsequent weiterspielen. Das haben wir nicht getan. Wir haben viel zu leichtsinnig gespielt und die Spannung verloren.“

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Bedient: André Schubert

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dpa

Dabei hatte Borussia am Anfang alles in die Karten gespielt. Der HSV war nach dem Negativ-Lauf von sechs Spielen ohne Sieg verunsichert, Borussia ergriff die Initiative.

Nachdem auf der Gegenseite ausgerechnet Borussia-Leihgabe Josip Drmic das 1:0 auf dem Fuß hatte, gingen die Gäste im Gegenzug in Führung. Nach  einer gut getimten Flanke von Hazard war Fabian Johnson in der Mitte zur Stelle – es war sein fünftes Saisontor (14.).

Doch Borussia baute den Gegner durch  Dämlichkeit wieder auf. Erst vergab Holtby fahrlässig den Ausgleich, der dann sieben Minuten vor der Pause fiel: Dahoud semmelte im Strafraum über den Ball. Der kam zu Jung – und dessen Schuss fälschte Hinteregger ins eigene Tor ab.  Doch damit nicht genug: Abschlag Adler in der 41. Minute, Soto kam nicht mehr an den Ball – daher kein Abseits. Rudnevs setzte sich gegen Wendt  durch, traf mit einem platzierten Schuss zum 2:1 – das Spiel war gedreht!

Raffael kann noch verkürzen

Nach dem Wechsel waren die Hamburger dem 3:1 näher, Borussia agierte viel zu passiv. Erst in der 74. Minute hatte Gladbach endlich wieder eine Top-Chance: Nach langem Pass von Xhaka bediente Wendt im Strafraum Hazard, der aber vorbeischoss. Besser machte es der eingewechselte Ilicevic, der zum 3:1 einköpfte (80.).

Es war aber nicht die Vorentscheidung. Denn Gladbach bäumte sich noch mal auf. Raffael verkürzte in der 88. Minute zum 2:3. Der eingewechselte Hrgota hatte kurz  sogar den Ausgleich auf dem Kopf - doch der Ball ging knapp vorbei.

Klar ist: Im Derby am Samstag gegen den FC muss sich Borussia deutlich steigern – vor allem in der Defensive!