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Sponsorendiskussion: Bruchhagen lobt Bayers neuen Partner

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Zwei, die sich seit Jahren gut verstehen: Bayers Sportchef Rudi Völler und Frankfurts Klubboss Heribert Bruchhagen.

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picture alliance / augenklick/fi

Leverkusen -

Viele Bayer-Anhänger sind besorgt. Opel weg, Adidas auch, und für Hauptsponsor LG muss Ersatz gefunden werden (EXPRESS berichtete). Wohin führt der Weg der Leverkusener?

„Sind wir gar kein Spitzenklub mehr?“, fragt sich ein Fan und kann sich gar nicht mit Jako als neuem Ausrüster anfreunden. „Dann lieber selber Trikots anfertigen.“

EXPRESS fragte bei Frankfurts Klubboss Heribert Bruchhagen (67) nach. Jahrelang spielte die Eintracht in den Produkten des Unternehmens aus Baden-Württemberg. Sein Urteil: „Wir waren sehr zufrieden mit Jako. Die Zusammenarbeit war ausgezeichnet, die Qualität auch.“

Bruchhagen erklärte, man habe sich nun für Nike entschieden, weil die Offerte des US-Riesen finanziell nicht auszuschlagen war. Zum Hintergrund: Nike hat seine Deutschlandzentrale in Frankfurt. Die Partnerschaft ist auch ein Stück Standortmarketing.

Dass zudem Opel sein Engagement in Leverkusen überdenkt, ist klar. Schließlich läuft der Vertrag der Rüsselsheimer im Sommer aus. Aus dem Umfeld Bayers war nun zu hören, dass der Automobilkonzern den Vertrag gekündigt habe. Das sei allerdings ein normaler Vorgang. Ob und in welcher Dimension Opel sich weiter bei Bayer engagiert, werde sich in den kommenden zwei Wochen entscheiden. Zurzeit ist der Automobilkonzern Premiumsponsor der Leverkusener.

Die Suche nach einem neuen Hauptsponsor für den südkoreanischen Elektrokonzern LG sei ebenfalls in vollem Gange. Namen sickerten allerdings noch nicht durch. Die neue Partnerschaft wird angesichts des Debakels mit dem ehemaligen Partner Teldafax, die Insolvenz anmeldeten, genau geprüft. Schließlich musste Bayer an die Gläubiger nach einem Vergleich 10,9 Millionen Euro zahlen. Das soll und darf nicht noch einmal passieren.

Bei Bayer ist man allerdings zuversichtlich, dass der richtige Partner gefunden wird. Schließlich kann der Klub all seine sportlichen Ziele noch erreichen, es winkt sogar der Einzug ins DFB-Pokalfinale. Außerdem: Mit dem mexikanischen Superstar Chicharito (27) ist der Klub besonders auf dem US-Markt ein Magnet. Die Spiele Bayers erzielen laut DFL Bestmarken. Die Einschaltquoten lägen sogar höher als die von Rekordmeister Bayern München. Während des Trainingslagers in Orlando konnte der Klub 5000 Trikots seines Stürmers verkaufen.

Ein Fan sagte dann auch: „Ob die Spieler drei Streifen tragen oder in Jako spielen, ist mir egal. Hauptsache, sie spielen guten Fußball.“