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Bayer Leverkusen: Tah zur DFB-Elf? Das sagt Löw-Assistent Schneider

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Jonathan Tah spielte sich ins Blickfeld des DFB-Teams.

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imago/Jan Huebner

Leverkusen -

Ist Jonathan Tah der neue Hoffnungsträger des Weltmeisters?

Jérôme Boateng (27) kämpft gegen das EM-Aus. Seine Adduktorenverletzung ist so schwerwiegend, dass der Superstar der Bayern um sein Frankreich-Ticket zittert.

Holger Badstuber (26) brach sich das Sprunggelenk. Die EM ist damit wohl dahin.

Bundestrainer Joachim Löw (56) fehlen zwei Abwehrsäulen. Das ist die Chance für Leverkusens Mini-Boateng Jonathan Tah (20).

Schneider: „Viel Potenzial“

Löws Assistent Thomas Schneider sah sich Bayers Super-Einkauf in den letzten Wochen zweimal live an. Zuletzt beim 2:1-Sieg in Darmstadt. Sein Urteil klingt verlockend: „Wie einige andere auch, haben wir ihn jetzt mehrfach beobachtet, unter anderem gegen Bayern München“, sagte Schneider dem EXPRESS, „er hat sich sehr entwickelt. Mit seinen 20 Jahren  ist er schon eine Persönlichkeit mit Potenzial.“

Tah wäre eine ernsthafte Alternative, sollte Boateng nicht rechtzeitig zum EM-Start fit werden. Schließlich besitzt er alles, was der Bayern-Star verkörpert. Gleiche Größe (1,92 Meter), ein eindrucksvolles Kampfgewicht (92 Kilogramm), dazu ist er schnell, technisch stark und im Luftkampf kaum zu überwinden. Das einzige Problem: In einigen Momenten fehlt ihm noch das richtige Timing.

So werden die nächsten Wochen die wichtigsten in der noch jungen Karriere des Abwehrspielers. Kann er seine glänzende Form halten, springt er auf den EM-Zug. „Ob es bereits für die Nationalmannschaft reicht, müssen wir abwarten“, sagt Schneider, „eine der Voraussetzungen ist, dass er bei Bayer konstant gute Leistungen bringt.“