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Traurige Wahrheit über seinen Abschied : Pezzoni von fiesen Chaoten vertrieben

Kevin Pezzoni löst seinen Vertag auf, sucht sich einen neuen Klub.

Kevin Pezzoni löst seinen Vertag auf, sucht sich einen neuen Klub.

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Eduard Bopp

Köln -

Am Montag stand er in Aue noch in der Startformation. Freitag wurde der Vertrag von Kevin Pezzoni überraschenderweise aufgelöst.

Doch hinter der Auflösung steckt eine bittere Geschichte: Der Abwehrspieler wurde von einer kleinen Minderheit sogenannter FC-Fans vom Klub vertrieben.

„Es sind Dinge vorgefallen, die Kevin das Fußballspielen in diesem Klub nicht mehr ermöglichen“, erklärte FC-Coach Holger Stanislawski mit trauriger Miene, „wenn abends an deiner Privatwohnung Leute auf dich warten und dich bedrohen, wenn Zettel an dein Auto geklebt werden, wenn zu körperlicher Gewalt aufgerufen wird, kann ein 23-Jähriger nicht mehr unbeschwert Fußball spielen. Einige Worte, die da gefallen sind, möchte ich nicht wiederholen. Es ist ein Zustand, der sich über längere Zeit aufgebaut hat.“

Stanislawski weiter: „Wenn ein Spieler Angst haben muss, auf die Straße zu gehen, dann sind eindeutig die Grenzen überschritten - das macht nachdenklich. Wir mussten diese Lösung wählen, um Kevin eine Chance zu geben, ihm den Spaß am Spiel zu erhalten.“

Pezzoni, dem ein Fan an Karneval die Nase gebrochen hatte, war nach schwachen Partien ins Fadenkreuz der Kritik geraten, nach dem Spiel in Aue eskalierte die Situation. Der Klub konnte nicht mehr gegensteuern.

Einem Aufruf auf Facebook, Pezzoni beim Donnerstagstraining zu „belästigen“, folgten 445 User. Die Seite wurde auf Druck des Klubs gelöscht. Doch das Fass war längst voll.

Nach EXPRESS-Informationen zog sich der Hüne auch privat immer weiter zurück - es machte ihm zu schaffen. Die Vertragsauflösung war der einzige Ausweg.

Bis Freitagmorgen verhandelte sein Vater und Berater mit dem FC. Man war sich einig, dass es unter den Umständen nicht weitergehen konnte. Zum Abschied erhält der 23-Jährige eine Abfindung.

Wohin Pezzoni wechseln wird, ist offen. Ein Angebot aus Venlo wurde abgelehnt, Anfragen aus England und Spanien sollen vorliegen.