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Randale beim Derby: FC verschickt 45 Verbote an Boyz – Ultras drohen mit Stadion-Boykott

Zwei Festnahmen gab es beim Derby.

Zwei Festnahmen gab es beim Derby.

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dpa

Köln -

Die harte Welle geht weiter: Am Freitag flatterten bei den Boyz und ihren Sympathisanten sowie den in Mönchengladbach ermittelten Platzstürmern 45 Briefe von der Stadionverbots-Kommission des 1. FC Köln ins Haus.

„Wir sehen uns gezwungen, gegen Sie präventiv im Interesse der Sicherheit der anderen Besucher und des ordnungsgemäßen Ablaufes unserer Veranstaltungen ein örtliches Stadionverbot auszusprechen...“

Zudem sollen den Boyz-Mitgliedern Mitgliedschaft und die Dauerkarten gekündigt werden. Als Reaktion drohen die anderen Ultra-Gruppierungen mit einem Boykott der Partie.

Video: Schmadtke: „Zeit der Milde ist vorbei“

Schmadtke: "Zeit der Milde ist vorbei"
Köln, 19.02.15: Fünf Tage nach dem Platzsturm von Mönchengladbach kündigt FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke an, die Täter bedingungslos zur Rechenschaft zu ziehen.

„Die Aktion des FC halte ich für rechtmäßig“, sagt der Kölner Sportrechtsexperte Jan F. Orth. „Durch das Fehlverhalten der Boyz in der Vergangenheit kann man auf weitere FC-schädigende Ereignisse und eine Gefährdung anderer Zuschauer in der Zukunft schließen.“

Insgesamt fordert Orth ein Umdenken im Umgang mit den Vorfällen. „Es muss auch im Stadion Straftatbestände geben, die über das bisherige hinausgehen. Sei es für das Abbrennen von Pyrotechnik oder eben so einen Platzsturm.“

Das Problem der derzeitigen Regelung: Der FC wird für das Verhalten von Kriminellen bestraft, die den Fußball für ihre Zwecke missbrauchen. „Da stoßen die Vereine und der DFB an Grenzen. Es gibt beim DFB ein Umdenken zum täterorientierten Strafen“, sagt Orth.

Schmadtke zu den Auswirkungen der Derby-Schande

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Köln, 19.02.15: Der DFB wird den aktuellen Vorfall aus Mönchengladbach und den aus Duisburg zusammen betrachten. Was das für den 1. FC Köln bedeutet, erläutert Jörg Schmadtke auf der Pressekonferenz.