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Kampf um FC-Star: Podolski: „Ich warte die Situation ab“

„Ein Gruß an meine Jungs!“ So herzlich feierte Lukas Podolski mit den Anhängern vor der Nordkurve den Doppelpack.

„Ein Gruß an meine Jungs!“ So herzlich feierte Lukas Podolski mit den Anhängern vor der Nordkurve den Doppelpack.

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Herbert Bucco

Köln -

ER hat schon vier Saisonspiele alleine entschieden, dem FC damit 12 von 16 Punkten beschert. ER ist in der Form seines Lebens. ER zeigt Woche für Woche, dass es ohne ihn nicht geht.

Und darum muss Lukas Podolski (26) in Köln bleiben! Der Kampf um Poldi. FC-Förderer Franz-Josef Wernze fordert „lebenslänglich“ für Lukas und spricht aus, was alle FC-Anhänger denken.

Doch ein Selbstläufer, den sich einige Verantwortliche am liebsten vor der Mitgliederversammlung im November vorstellen dürften, wird die vorzeitige Verlängerung seines im Sommer 2013 auslaufenden Vertrags nicht.

Denn die Klubkasse ist leer. Dazu gingen dem FC wichtige Pokaleinnahmen mit dem Aus in Hoffenheim flöten. Sportdirektor Volker Finke deutete sicher nicht zufällig unlängst einen Vergleich mit Stefan Effenberg an, den Borussia Mönchengladbach 1998 aus finanziellen Gründen an den FC Bayern abgeben musste.

Die Konkurrenz schläft schließlich nicht. EXPRESS-Informationen zufolge will Russlands finanziell stark aufgestellter Topklub ZSKA Moskau um den 93-maligen Nationalspieler mitbieten.

Der Champions-League-Klub kann mit Summen um sich werfen, bei denen den Kölner Bossen schwindlig werden dürfte. Wie im August, als Galatasaray Istanbul Poldi mit einem Netto-Gehalt von über vier Millionen € lockte.

Unter Druck lässt sich Lukas sowieso nicht setzen. Ihm geht es um die sportliche Perspektive seines Klubs, denn er will nicht Jahr für Jahr um die letzten neun Plätze in der Tabelle spielen. Auf die FC-interne „Ach der Lukas fühlt sich hier wohl, der will eh nicht weg“-Parole sollte man sich nicht verlassen.

„Ich kann mit voreiligen Aussagen über meine Zukunft nichts anfangen. Ich habe immer betont, dass sie offen ist und gesagt, dass ich die sportliche Situation des Vereins erst einmal abwarte“, erklärt der Prinz im EXPRESS-Gespräch, „es gab noch kein einziges Gespräch mit den Verantwortlichen und ich finde, das Thema bringt jetzt ohnehin nur Unruhe in den Verein.

Wichtig ist doch, dass wir die Punkte holen und mit 16 Punkten gut dastehen. Ich freue mich, dass es so gut für mich läuft, aber ich weiß auch, dass Fußball ein Tagesgeschäft ist und ich die Leistungen Woche für Woche bestätigen muss.“ Das gelingt derzeit eindrucksvoll. Zur Freude der Fans, die das Faustpfand des FC im Kampf um Poldi sind.

Nach seinen Toren gegen Augsburg winkte Lukas ihnen im Norden zu. „Die Fans sind einmalig. Für sie muss man durchs Feuer gehen“, schwärmt Poldi. Doch auch das hat bei einem Spieler seiner Klasse seinen Preis!