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Interview: FC-Star Heintz: So machte ich meiner Laura den Antrag

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Der Strahlemann beim FC: Dominique Heintz hat immer ein Lächeln auf den Lippen – auch beim Fotoshooting am Decksteiner Weiher. 

Foto:

Herbert Bucco

Köln -

Sein erstes halbes Jahr beim FC hätte nicht erfolgreicher sein können. Dominique Heintz (22) stand bei allen Spielen 90 Minuten auf dem Platz. In der Winterpause zog er sein persönliches Resümee – und landete auch privat einen Volltreffer!

Im EXPRESS spricht Heintz über seinen Nationalelf-Traum, seine Hinrunde und seine Verlobung.

Herr Heintz, Sie waren in der Winterpause mit Ihrer Freundin in Dubai...

Das habe ich ihr zu Weihnachten geschenkt, sie wusste nichts davon, einen Tag später sind wir geflogen.

Blieb es die einzige Überraschung?

(lacht) Nein! Ich habe Laura einen Antrag gemacht. Es war ganz traditionell am Strand und wir waren ganz alleine, ich wollte nicht das große Aufsehen machen. Und sie hat zum Glück sofort Ja gesagt – (lacht) das war wichtig. Aber zuvor war ich bei ihren Eltern und habe mir die Erlaubnis geholt. Ganz traditionell.

Und was haben Sie gesagt?

Die haben sich sehr gefreut. Wir sind ja schon seit dreieinhalb Jahren zusammen. Es gab keinen Gegenwind. Dass ich privat glücklich bin, schadet meiner Leistung sicher nicht. Alles passt perfekt, und ich freue mich schon darauf, wenn es in der Bundesliga wieder losgeht.

Sie fahren nach den Spielen oft in die Heimat. Wie wichtig ist es Ihnen, bei der Familie zu sein?

(lacht) Wenn wir mal zwei Tage frei haben, dann fahre ich schon regelmäßig nach Hause. Oder ich bekomme Besuch. Momentan sind meine Mutter und mein Bruder hier.

Es ist immer schön, wenn man nicht allein ist oder nach Hause kommt und die Mama hat gekocht. Für mich ist es wichtig, dass ich den Kontakt zu meinen Freunden nicht verliere und natürlich meine Freundin oft sehe, die noch in der Pfalz wohnt. Im Sommer wird sie aber zu mir nach Köln ziehen. 

Und jetzt: Grüngürtel statt Trainingslagerim Mittelmeer, fühlt es sich in Köln dennoch ein wenig wie im „Camp“ an?

Ja, die Intensität ist richtig hoch. Wenn man sich das Wetter anschaut, ist es gut, dass wir hier geblieben sind – da sind wir Spieler auch froh drüber. Es ist schöner, zu Hause zu sein, als im Hotel zu hängen.

Kommt denn Trainingslager-Atmosphäre auf?

Ja, wir gehen zum Beispiel mittags zusammen essen und sind dann immer mindestens zehn Leute. Wir machen viel zusammen, das ist gut für das Klima.
Sie haben alle Spiele gemacht, sich kaum Fehler erlaubt. Haben Sie sich ihre Bundesliga-Premiere so erträumt?

Erträumt schon. Ich habe konstant durchgespielt und bin immer besser geworden. Dafür muss ich der Mannschaft und dem Trainerteam danken, denn die haben es mir leicht gemacht. Mit ein bisschen Abstand habe ich mal darüber nachgedacht. Ich bin wirklich zufrieden und hatte sicher eins der schönsten Weihnachtsfeste meines Lebens. Ich war einfach glücklich – und wir hatten mit dem Dortmund-Spiel noch einmal ein ganz positives Erlebnis zum Ende des Jahres.

Sie waren Stammspieler in der U21-Nationalmannschaft, nun beim FC in der Bundesliga. Ist eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft unrealistisch?

Das habe ich nicht in der Hand. Ich habe mich bei der U21-Europameisterschaft gut empfohlen, der Bundestrainer war da ja auch im Stadion. Ich versuche nun jedes Wochenende in der Bundesliga meine Leistung zu bringen. Für jeden deutschen Fußballer ist es ein Traum, mal nominiert zu werden. Darüber würde ich mich sehr freuen, aber dafür muss ich schon mehr als ein halbes Jahr durchziehen.

Wo können Sie sich denn noch verbessern?

Überall. Besonders im Spielaufbau kann ich sicherer werden, auch bei der Torgefährlichkeit bei Standards habe ich Luft nach oben. Vieles kommt mit der Erfahrung, ich lerne von Spiel zu Spiel. Wir können uns alle persönlich und auch als Team noch weiterentwickeln, noch besser verteidigen, noch besser im Abschluss sein. Wir sind eine junge Mannschaft, es ist wichtig, dass wir nicht stehenbleiben.