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Gegen Ex-Klub Augsburg: Kevin Vogt: „Ab 15.30 Uhr ruht die Freundschaft“

Kann Kevin Vogt am Samstag auch die Augsburger Ex-Kollegen an den Ohren ziehen?

Kann Kevin Vogt am Samstag auch die Augsburger Ex-Kollegen an den Ohren ziehen?

Foto:

Eduard Bopp

Köln -

Kevin Vogt (23) zögert kurz, doch nach einer kleinen Frotzelei der netten Weihnachtsmarkt-Mitarbeiterin – „Wenn ich da hoch komme, schaffen Sie das ja wohl auch“ - gibt es natürlich keine Alibis mehr.

Für EXPRESS klettert der FC-Stratege im Nikolausdorf am Rudolfplatz hoch zu den Rentieren – am Nikolaustag wird Vogt gegen seine Ex-Kollegen vom FC Augsburg wieder zum „Renn-Tier“ im FC-Mittelfeld, 11,63 Kilometer riss Vogt bislang pro 90 Minuten ab.

„Ich freue mich die Jungs wiederzusehen, ich bin mit einigen noch gut befreundet“, sagt Vogt vor seinem ersten Profi-Einsatz gegen seinen Ex-Klub überhaupt: „Ich freue mich auf einen heißen Tanz.“

Vogts Smartphone glühte in den letzten Tagen, vor allem mit FCA-Kapitän Paul Verhaegh und Mittelfeldmann Daniel Baier lieferte sich Vogt schon heiße SMS-Duelle: „Ein paar Sticheleien gehören zum Vorgeplänkel dazu. Aber morgen um 15.30 ist alles egal, dann ruht die Freundschaft, und dann geht es nur darum, die Punkte hier zu behalten.“

Der zweite Heimsieg der Saison wäre enorm wichtig, um den Trend wieder positiv zu drehen. „Unsere Bilanz zu Hause ist ausbaufähig“, weiß Vogt. „Mit einem Quäntchen mehr Glück hätten wir den Fans schon ein paar Punkte mehr schenken können. Das wollen wir jetzt zum Nikolaustag tun, dafür werden wir alles in die Waagschale schmeißen.“

Stögers Renn-Tier Kevin Vogt
Köln, 04.12.2014: Er ist das Renn-Tier im FC-Mittelfeld: Kevin Vogt. Am Nikolaustag will der 23-jährige die FC-Fans beschenken.

Steigenden Druck verspürt er nicht, schließlich liege man noch voll im Soll: „Das Ziel ist ganz klar formuliert – Platz 15 – alles was besser ist, nehmen wir gerne mit.“

Viel besser, nämlich auf Platz vier, steht derzeit sein Ex-Klub. Den Wechsel bereut Vogt aber deshalb ganz und gar nicht: „Der 1. FC Köln ist eine Marke, er strahlt und ist ein Traditionsklub. Auch wenn er zuletzt nicht so lange konstant in der 1. Liga gespielt hat wie der FC Augsburg, glaube ich, dass wir aufgrund der Vergangenheit mehr Strahlkraft haben.

Aber auch für die Zukunft sind wir ein Klub, der in vielen Dingen mehr Potenzial hat als der FC Augsburg, was nicht böse gemeint ist – aber deshalb habe ich die Entscheidung getroffen, hierherzukommen.“ Schon morgen will Vogt mit seinen Kollegen dieses Potenzial untermauern.

Peter Stöger vor dem Spiel gegen Augsburg
Köln, 04.12.2014: Sie sind das Überraschungsteam der Liga. Der FC Augsburg grüßt zur Zeit vom vierten Platz der Tabelle. FC-Coach Peter Stöger will mit seiner Mannschaft den Lauf der Augsburger stoppen.