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FC-Hammer: Rücktritt! Stani: „Konsequenz aus verpasster Relegation“

Stani im Eingang des Teamhotels. Wenig später informierte er das Team über seine Entscheidung.

Stani im Eingang des Teamhotels. Wenig später informierte er das Team über seine Entscheidung.

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Eduard Bopp

Das ist der Hammer! Holger Stanislawski verlässt den 1. FC Köln.

Wie der EXPRESS exklusiv erfuhr und am Samstagabend um 19.20 Uhr berichtete, teilte der Trainer seine Entscheidung den FC-Verantwortlichen bereits unter der Woche mit. Es wurden auch schon erste Gespräche über die Nachfolge geführt.

„Ich muss das erst mal sacken lassen, wir wollten es eigentlich erst Montag offiziell machen“, sagt der Coach, als der EXPRESS ihn vor dem Mannschaftshotel in Ingolstadt auf den Rücktritt anspricht. Er wirkt locker, fast erleichtert. „Es ist besser so“, sagt er.

Nachdem Stanislawski dem Team seinen Entschluss mitgeteilt hatte, bestätigte der Verein um 21.30 Uhr am Samstagabend per Pressemitteilung, dass Stanislawski den Verein um Auflösung seines Vertrags zum 30. Juni 2013 gebeten habe.

Stanislawski gab die verpasste Relegation, die er sich im Winter als persönliches Ziel gesetzt hatte, als Hauptgrund für seinen Abgang an. „In den entscheidenden Spielen zum Ende der Saison konnte ich nicht das Maximum aus der Mannschaft herausholen. Mit meiner Bitte um Vertragsauflösung stelle ich mich meiner Verantwortung und ziehe die Konsequenz daraus“, so Stani.

Er wünschte dem FC für die Zukunft alles Gute: „Ich bin vom Weg, den der 1. FC Köln geht, zu 100 Prozent überzeugt und bin mir sicher, dass der FC in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen wird. Durch meine Entscheidung mache ich den Weg frei für jemanden, der am Standort Köln unbelastet die Aufgabe Aufstieg angehen kann. Verein und Mannschaft haben das Potenzial dazu, das weiß ich.“

Der FC hatte unter Stanislawski den direkten Wiederaufstieg verpasst, der frühere Coach des FC St. Pauli und von 1899 Hoffenheim hatte das Amt vor dieser Saison übernommen.

FC-Präsident Werner Spinner dankte Stani und seinem Trainerteam für die Leistung in der vergangenen Saison. „Wir bedauern die persönliche Entscheidung von Holger Stanislawski sehr, zumal wir nach wie vor davon überzeugt sind, dass er hervorragend zu Köln, dem 1. FC Köln und unserem Weg passt. Nach intensiven Gesprächen mit Holger Stanislawski haben wir seiner Bitte um Vertragsauflösung entsprochen“, sagte Spinner.

Alles zu den Hintergründen und der Reaktion des Teams lesen Sie am Sonntag im EXPRESS!

Die kompletten Stellungnahmen von Stanislawski und FC-Präsident Werner Spinner im Wortlaut gibt es auf der nächsten Seite...

Holger Stanislawski:„Ich habe mir die Entscheidung, mein Amt als Cheftrainer niederzulegen, nicht leicht gemacht. Nach dem gewaltigen Umbruch zu Beginn der Saison 2012/2013 mit den Zielsetzungen, im oberen Drittel der Tabelle zu landen, die Außendarstellung des Vereins zu verbessern und die konsequente Integration junger Spieler voranzutreiben, habe ich mir ab der Winterpause zusätzlich das persönliche Ziel gesteckt, mit der Mannschaft Platz 3 zu erreichen, um über die Relegation in die Bundesliga aufzusteigen. In den entscheidenden Spielen zum Ende der Saison konnte ich nicht das Maximum aus der Mannschaft herausholen. Mit meiner Bitte um Vertragsauflösung stelle ich mich meiner Verantwortung und ziehe die Konsequenz daraus. Von der Mannschaft bin ich niemals enttäuscht worden. Ich habe mich immer vor sie gestellt, streckenweise auf Kosten harter Berichterstattung und Kritik einiger Medien, die teilweise ins Persönliche ging. Ich bin vom Weg, den der 1. FC Köln geht, zu 100 Prozent überzeugt und bin mir sicher, dass der FC in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen wird. Durch meine Entscheidung mache ich den Weg frei für jemanden, der am Standort Köln unbelastet die Aufgabe Aufstieg angehen kann. Verein und Mannschaft haben das Potenzial dazu, das weiß ich. Ich bedanke mich bei allen, die mich bis hierher unterstützt haben, insbesondere beim Vorstand des 1. FC Köln, bei Geschäftsführer Alexander Wehrle, der sportlichen Leitung um Jörg Jakobs und Frank Schaefer sowie bei der Mannschaft und allen Mitarbeitern des 1. FC Köln. Ich werde den Weg, den der 1. FC Köln geht, weiterverfolgen.“

FC-Präsident Werner Spinner: „Wir bedauern die persönliche Entscheidung von Holger Stanislawski sehr, zumal wir nach wie vor davon überzeugt sind, dass er hervorragend zu Köln, dem 1. FC Köln und unserem Weg passt. Nach intensiven Gesprächen mit Holger Stanislawski haben wir seiner Bitte um Vertragsauflösung entsprochen. Holger Stanislawski und sein Trainer-Team haben in diesem turbulenten Umbruch-Jahr vieles bewegt. Sie haben der neu formierten Mannschaft ein Gesicht gegeben und nach einem holprigen Saisonstart ein Team geformt, das bis kurz vor Schluss mit im Rennen um Platz 3 war. Hierfür bedanken wir uns bei Holger Stanislawski, André Trulsen und Klaus-Peter Nemet ausdrücklich. Wir werden unseren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Wir sind von diesem Weg überzeugt; es ist der richtige Weg für den Verein. Gemeinsam mit Geschäftsführung und sportlicher Leitung werden wir nun die Nachbesetzung der Trainer-Position angehen.“

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