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Express.de | Erkenntnisse des Spiels: FC wird mit eigenen Waffen geschlagen
24. January 2016
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Erkenntnisse des Spiels: FC wird mit eigenen Waffen geschlagen

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Peter Stöger und Jörg Schmadtke waren nicht zufrieden.

Foto:

Herbert Bucco

Es fing alles so schön an in der Partie gegen den VfB Stuttgart. Die Roten Funken spielten die Vereinshymne, die Spieler liefen im Karnevalstrikot auf, und Anthony Modeste brachte den 1. FC Köln in Führung.

Doch dann kam alles anders. Die Kölner ließen nach, Stuttgart drehte die Partie, und Peter Stöger erlebte einen vorgezogenen Aschermittwoch.

Stöger: Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht
Köln, 23.01.16: Kein guter Rückrundenstart für den 1. FC Köln. 3:1 verliert der FC gegen Stuttgart. Trainer Peter Stöger spricht von einer unnötigen Niederlage.

„Extrem ärgerlich!“

„Es war eine verdiente Niederlage, aber auch eine unnötige“, stellte Kölns Keeper Timo Horn nach der Partie fest. Kumpel Dominic Maroh meinte lakonisch: „Extrem ärgerlich!“

Das furiose 2:1 gegen Dortmund vor der Winterpause hatte so viel Euphorie entfacht. Das 1:3 gegen Stuttgart brachte Ernüchterung.

Wir haben die Erkenntnisse des Spiels gesammelt.

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Die Szene des Spiels

Der Treffer des VfB Stuttgart zum zwischenzeitlichen 1:1 ist für uns die Szene des Spiels. Zum einen stellte dieses Tor den Wendepunkt der Partie dar. Zum anderen steht sie sinnbildlich für die unglückliche Kölner Leistung am Samstag.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte der FC den ersten Punch gesetzt. Anthony Modeste verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0. Danach kam Köln immer besser ins Spiel, und alles sah nach einem erfreulichen Nachmittag aus.

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Daniel Didavi drückte den Ball zum 1:1 über die Linie.

Foto:

imago/Uwe Kraft

Doch dann folgte die 36. Minute, die das Spiel plötzlich in eine ganz andere Richtung lenken solle. Beim FC reihte sich ein Fehler an den anderen, und am Ende dieser Szene bejubelte der VfB das 1:1.

Ausgangspunkt war ein unnötiger Fehlpass von Pawel Olkowski. Das missglückte Zuspiel fing Filip Kostic an der Mittellinie ganz links ab und schaltete den Turbo an. Olkowski hätte seinen Fehler gleich wieder ausbügeln können, doch es wurde nur schlimmer. Kostic sprintete mühelos am FC-Verteidiger vorbei und konnte unbedrängt in den Strafraum flanken.

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Pawel Olkowski machte beim 1:1 keine gute Figur.

Foto:

imago/Revierfoto

Dort stand Timo Werner fünf Meter vor dem Tor erstaunlich frei. Die FC-Innenverteidiger waren in diesem Moment nicht auf der Höhe. Werners Abschluss konnte Horn noch parieren. Doch auch dann war es wieder ein Stuttgarter, der schneller schaltete. Didavi schob zum 1:1 ein.

Diese Szene beschreibt die Verfassung des FC an diesem Nachmittag sehr präzise. Genau diese mangelnde Handlungsschnelligkeit wurde den Kölnern in der Folge weitere Male zum Verhängnis. Zum Beispiel beim 2:1, als Werner nach einer Ecke erneut ganz alleine aus 5 Metern zum Abschluss kam.

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Gänsehaut des Tages

Die berühmte FC-Hymne sorgt vor jedem Heimspiel für Gänsehaut. Doch vor der Partie gegen Stuttgart war es etwas ganz Besonderes.

Come on #effzeh!Ticker: http://goo.gl/puhkGzVideo: Tobias Lempe

Posted by EXPRESS Sport on Samstag, 23. Januar 2016

Weil es das letzte Heimspiel vor Karneval war, marschierten die Roten Funken vor Anpfiff ins Stadion und spielten die Hymne live auf dem Rasen. Als die FC-Profis dann auch noch im schmucken Karnevals-Trikot aufliefen, schlug das Kölsche Herz deutlich höher.

Selbst Hennes VIII. ließ sich nicht lumpen und kam mit jeckem Schal zum Spiel.

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Der Mann der Partie

Der beste Spieler in einer ansonsten enttäuschenden Kölner Mannschaft war mal wieder Timo Horn. Mit starken Paraden sorgte der FC-Schlussmann dafür, dass die Mannschaft von Coach Stöger bis kurz vor Schluss überhaupt noch die Chance hatte, etwas Zählbares mitzunehmen.

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Timo Horn parierte mal wieder weltklasse.

Foto:

Herbert Bucco

Besonders spektakulär war Horns Glanztat in der 78. Minute. VfB-Kapitän Christian Gentner schlenzte den Ball beim Stand von 2:1 aus 15 Metern genau oben rechts in den Winkel und hatte wohl schon den Jubelschrei auf den Lippen.

Doch Horn hob zu einer Weltklasse-Parade ab und kratzte den Ball noch aus dem Winkel. Die Szene stachelte die Zuschauer im RheinEnergie-Stadion nochmal an, ihren Club anzupeitschen.

Es half wenig. Fünf Minuten später machte es Gentner besser und entschied mit seinem Treffer zum 3:1 die Partie.

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Spruch des Tages

FC-Legende Wolfgang Weber in der Halbzeit: „Peter Stöger ist schlau genug, um jetzt nicht dem Alkohol zu verfallen und schon an Europa zu denken.“

Tweet des Tages

Wenn nach dieser bitteren Pleite, überhaupt noch etwas Mut macht, dann wohl die Erkenntnis diesen Tweets:

Foto des Tages

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Den armen FC-Fan hatte es ganz schön böse erwischt.

Foto:

Herbert Bucco

Dieser FC-Fan erlebte einen besonders traurigen Nachmittag. Nicht mal den einzigen schönen Kölner Moment im Spiel konnte der Anhänger genießen. Beim 1:0 durch Modeste jubelte er zu wild und stürzte mit dem Kopf vorweg von der Bande und krachte böse auf dem Asphalt auf.

Alle Stimmen zum Spiel gibt's hier.

Die Einzelkritik finden Sie hier.

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Das Fazit

Die Pleite gegen Stuttgart holt den einen oder anderen FC-Fan zurück auf den Boden der Tatsachen. Die Euphorie nach dem überzeugenden Sieg gegen Borussia Dortmund ist verflogen.

Besonders ärgerlich: Der FC wurde mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Was die Kölner bei ihren Siegen in den Hinrunden auszeichnete, machte Stuttgart gestern ebenfalls sehr stark. Sie standen hinten sicher, konterten gefährlich und nutzten eiskalt die wenigen Chancen, die sich ihnen boten.

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Peter Stöger und Jörg Schmadtke waren nicht zufrieden.

Foto:

Herbert Bucco

Unangenehme Aufgaben vor der Brust

Ebenfalls bitter: Köln baute mit Stuttgart einen selbsternannten direkten Konkurrenten auf. Mit einem Sieg hätte der FC den Vorsprung auf die Schwaben komfortabel ausbauen und sich weiter in der oberen Tabellenhälfte festsetzen können.

Stattdessen starten Stögers Jungs mit einer Ernüchterung in die Rückrunde und haben mit den Partien beim VfL Wolfsburg und beim Hamburger SV nun zwei unangenehme Auswärts-Aufgaben vor der Brust.

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