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Emotionales Spiel Stani blendet seine Pauli-Zeit komplett aus

Augen zu und durch: Stani blendet Pauli aus.

Augen zu und durch: Stani blendet Pauli aus.

Foto:

ligafoto/ Eduard Bopp Lizenz

Köln -

Es ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise in die Heimat. An den Ort, wo Holger Stanislawski (43) als Fußballer sein Glück fand und sich als Trainer einen Namen machte.

Stani und das Millerntor – eine farbenfrohe Geschichte voller Emotionen und Leidenschaft, die jeder gerne erzählen will.

Nur einer macht da nicht mit: Holger Stanislawski. Zu viel steht am kommenden Montag auf dem Spiel, es ist ein Endspiel für den 1. FC Köln. Ein Sieg bei den angeschlagenen Hamburgern muss her, sonst ist der Kampf um den Relegationsrang wohl schon vorbei, bevor er überhaupt erst richtig begonnen hat.

Die nächsten Wochen werden entscheidend, Kaiserslautern hat in den nächsten vier Partien drei Auswärtsspiele vor der Brust, darunter die Auftritte bei Tabellenführer Braunschweig und Verfolger Hertha BSC.

Schwächelt der FCK, muss der FC da sein. Vielleicht auch deshalb blendet Stanislawski den Blick auf die eigene Historie aus.

Das fing schon bei der Beobachtung der Partie von St. Pauli gegen Cottbus an. Am Millerntor wusste offenbar niemand, dass die eigene Klub-Legende sich für die Partie angekündigt hatte.

Stani war zwar da, verkroch sich während der 90 Minuten aber in einer Loge. Keine Lust auf Fotos im Stadion, keine Termine vor der Partie.

Aus St. Pauli war zu hören, dass Stanislawski selbst deren Klub-TV „Flimmerkiste“ ein Interview abschlug, lediglich in der Stadionzeitung spricht er.

Stani blendet Pauli aus – um den Fokus auf sein Team zu richten, dem er in der Woche versuchte, den nötigen „Punch“ anzutrainieren.

Genau wie für seine Assistenten André Trulsen und Klaus-Peter Nemet wird es für ihn aber eine emotionale Partie. Die unbedingt gewonnen werden muss. Vergangenheit hin, Vergangenheit her.