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Bläck-Fööss-Frontmann: Kafi Biermann über Löhr (†): „Viele gute Taten ohne große Show“

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Hartmut Priess, Bömmel Lückerath, Ulrike von der Gröben, Kafi Biermann, Wilma Overbeck und  Hannes Löhr (v.l.).

Köln -

Ich habe Hannes Löhr an der Sporthochschule kennengelernt, habe dort mit ihm und auch Wolfgang „Bulle“ Weber studiert.

Hannes war immer lustig und fleißig, hat seine Aufgaben gut bewältigt und mit seiner guten Laune oft viele Kommilitonen angesteckt.

Wir haben zusammen mit Neugier und Begeisterung viele Sportarten erlebt und praktiziert – nicht nur Fußball, sondern auch Tanzen, Hockey, Handball, Basket- und Volleyball, Eislaufen, Schwimmen in allen Stilarten, Wasserspringen, Boxen, Ringen, Leichtathletik oder Turnen.

Beim Duschen und in der Sauna hatten wir viel Spaß, haben gesungen und natürlich auch über unsere Dozenten gelästert.

Das schweißt zusammen. Wenn wir später Ehemaligentreffen hatten, musste man nicht viel reden, man hat sich auf Anhieb wieder verstanden. Hannes hat das immer sehr genossen.

Seine Tochter und mein ältester Sohn wurden in Junkersdorf gemeinsam eingeschult, so blieb die Bindung immer recht eng.

Eines Tages hatte Hannes als Vorsitzender des Fördervereins St. Pankratius dann die tolle Idee, in der Kirchengemeinde ein Weihnachtssingen zugunsten bedürftiger Menschen zu veranstalten.

Hartmut Priess, Bömmel Lückerath und ich waren von den Fööss dabei. Von meinem Vorschlag, internationale Weihnachtslieder neben deutschen und kölschen ins Programm zu nehmen, war Hannes total begeistert.

Wir haben ein gemischtes Orchester aus Profis und Hobby-Musikern zusammengestellt. In den letzten 14 Jahren hatten wir so immer wunderschöne Veranstaltungen.

Hannes wollte keine Show

Alle Künstler sind natürlich ohne Gage gekommen, wir konnten Ulrike von der Groeben als Moderatorin gewinnen, und wir haben auch wirklich schon so einige Euros zusammenbekommen.

Hannes hat dann auch mehrere der Künstler im Nachhinein unterstützt, indem er sie weitervermittelt hat.

Es war eine der vielen schönen Ideen von Hannes, aber er hat solche Sachen nie an die große Glocke gehängt, wollte keine Show.

Unsere gemeinsame Marschroute war: Das ist für die Bedürftigen und die Leute, die in der Kirche sind, und aus. So war er, der Hannes. Ein ganz lieber Kerl mit einem großen Herzen, der einem immer Freude machen wollte. Ich bin tieftraurig und werde ihn vermissen.


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