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Augsburg-Keeper: Sportstätten-Chef schickt Hitz Rasen-Rechnung

Rütten mit Rechnung

Sportstätten-Chef Hans Rütten schickt Hitz Rasen-Rechnung.

Foto:

Herbert Bucco

Köln -

Über 16 Jahre war Hans Rütten Chef der Kölner Sportstätten, saß an der Schaltstelle, als aus dem Müngersdorfer Stadion der heutige Kölner Fußball-Tempel wurde.

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Mit den Folgen der Elfer-Buddelei hatten die Greenkeeper schon zu tun.

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Herbert Bucco

Doch an eine Szene wie die von letzten Samstag kann sich der scheidendende KSS-Boss nicht erinnern. „Das ist schon neu. Normalerweise legen die Profis Wert auf einen perfekten Rasen. Dass ihn jemand mutwillig zerstört, das gab es bisher noch nicht“, sagt Rütten zu jener Szene nach dem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Christian Siebert.

Marwin Hitz hatte mit seinen Fußballschuhen ein Loch in den Rasen gepuhlt, Anthony Modeste war darauf ausgerutscht, der Augsburger konnte den Strafstoß parieren. Kölns Sportchef Jörg Schmadtke: „Das war grob unsportlich.“

Der Übeltäter entschuldigte sich: „Ich möchte mich für meine Aktion vor dem Elfmeter entschuldigen. Das war nicht okay und kommt nicht mehr vor.“

Vom DFB muss er keine Strafe fürchten. „Wir ermitteln nicht gegen Marwin Hitz“, hieß es aus der Verbandszentrale. Schmadtke: „Das ist in Ordnung so.“

Also bleibt der Elfmeterpunktkiller ohne Strafe?

Nicht, wenn es nach Hans Rütten geht. „Streng genommen ist das mutwilliges Zerstören von Eigentum der KSS, also Sachbeschädigung“, sagt Rütten mit einem Augenzwinkern – und schickt Augsburgs-Keeper eine Rechnung!

Ein Quadratmeter Sportrasen, Peiffersport Dicksode, das Stück zu 22,50 Euro. Dazu 2 Facharbeiterstunden für den Austausch à 40,25 Euro. Macht inklusive Umsatzsteuer 122,92 Euro, zahlbar sofort und netto.

Rütten: „Dass das mit Fairplay nicht viel zu tun hatte, dass weiß Marwin Hitz selbst. Es geht mir nicht um das Geld. Aber ein bisschen Strafe schadet nicht.  Wenn Marwin Hitz zahlt, spenden wir den Betrag der Kinderklinik in der Amsterdamer Straße.“