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„Wir wollen keine Nazis hier!“: FC-Fans attackieren AfD-Chef Bernd Lucke im ICE

Die FC-Fans verwickeln Lucke immer wieder in Diskussionen.

Die FC-Fans verwickeln Lucke immer wieder in Diskussionen.

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Privat

Köln -

Zwischenfall auf der Heimfahrt nach dem Spiel gegen Hertha BSC: Als sie auf dem Rückweg vom Auswärtsspiel in Berlin AfD-Chef Bernd Lucke im ICE-Bord-Bistro begegnen, kommt es zum Krach! Denn: die FC-Anhänger werfen Lucke und seiner AfD eine rechte Gesinnung vor.

Im Bistro entbrennt eine Diskussion; lautstark fordern die Fußballfans den Politiker auf, den Zug zu verlassen. Sie rufen sogar: „Wir wollen keine Nazis hier!“

Doch Lucke will an diesem Abend nicht als Politiker gesehen werden und erklärt: „Ich bin privat mit meiner Frau hier, lassen Sie mich.“ Lucke suchte Hilfe bei der Bedienung des Bord-Restaurants, und der bat gemeinsam mit einem Schaffner die FC-Anhänger fürs Erste aus dem Bistro.

Doch die FC-Fans hörten nicht auf: „Für die Politik, die du machst, musst du dir das auch gefallen lassen!“, schallt es dem AfD-Mann entgegen. Lucke reicht's, er ruft die Polizei. In Hamm bitten die Beamten die FC-Fans heraus, fordern sie auf, die Beleidigungen zu unterlassen - sonst müssten sie den Zug verlassen.

Ab da stehen an jeder Bahn-Haltestelle Beamte bereit; eingreifen müssen sie in dem ICE jedoch nicht mehr. In Wuppertal steigt Lucke schließlich aus. Dem (italienischen) Bistro-Mitarbeiter war der Vorfall sichtlich unangenehm, von beiden Seiten: „Jetzt muss ich ihn noch verteidigen, dabei bin ich doch selbst Ausländer.“

FC-Fans vs. AfD-Chef
Köln, 19.04.15: Bernd Lucke ist Provokation gewohnt. Allerdings auch gegen sich? In einem Bahnabteil haben ihn am Samstag nach dem Spiel gegen Hertha BSC Berlin einige FC-Fans die Meinung gegeigt.