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Drama um Liu Xiang: Chinas Hürdensprint-Star im Rollstuhl abtransportiert

Chinas Liu Xiang musste mit einem Rollstuhl aus dem Stadion transportiert werden.

Chinas Liu Xiang musste mit einem Rollstuhl aus dem Stadion transportiert werden.

Foto:

dapd

London -

Es war das dramatische Aus eines großen chinesischen Olympiastars: Hürdenspringer Liu Xiang musste am Dienstag in einem Rollstuhl aus dem Londoner Stadion transportiert werden! Schon nach acht Schritten passierte es: Der Gold-Gewinner von 2004 trat mit dem linken Fuß in die erste Hürde, riss sich dabei die Achillessehne.

Doch der Chinese gab nicht auf - und bewegte damit die Olympia-Zuschauer: Der 29-Jährige hüpfte auf seinem linken Bein die komplette Strecke entlang, küsste die letzte Hürde auf seiner Bahn vier und überquerte unter dem Jubel der 80.000 Zuschauer die Ziellinie. Dann mussten Jackson Quinonez und Andrew Turner Chinas Superstar stützen, um ihn schließlich in einen Rollstuhl zu setzen.

Es war nicht das erste Drama um Liu Xiang, schon bei den Olympischen Spielen in Peking wurde er zum tragischen Held: Damals sollte der heute 29-Jährige das Gesicht der Spiele werden, doch eine hartnäckige Verletzung der rechten Achillessehne stoppte ihn. Nach einem Fehlstart, den ein Konkurrent verursacht hatte, trat Liu in seinem Vorlauf nicht mehr an. Mit seinen Tränen rührte er das Reich der Mitte.

Liu Xiangs Leidensgeschichte ging weiter: Mehr als ein Jahr musste er nach seiner Achillessehnen-Operation pausieren, noch länger dauerte die Rückkehr in die Weltspitze. Bei der WM vor knapp einem Jahr dann das Comeback: Liu gewann hinter dem Amerikaner Jason Richardson Silber. Auch in der Diamond League, der Königsklasse der Leichtathletik, feierte er in diesem Jahr Erfolge.

Bei den Olympischen Spielen in London wollte es Lui Xiang nochmal allen zeigen. Jetzt ist er auf tragische Weise erneut gescheitert.