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Chinese erklärt EM-Aus: „Deutscher Fußball ist wie deutsches Bier“

Was wäre Thomas Müller? Ein Weizen vielleicht?

Was wäre Thomas Müller? Ein Weizen vielleicht?

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dpa

Kiew -

Als Kommentator der Bundesliga ist Duan Xuan in China ein Star. Bis zu 50 Millionen Zuschauer sehen seine Sendung „Totosoccer“ beim Fußball-Kanal CCTV, beim chinesischen Twitter-Dienst hat er 12 Millionen „Follower“.

„Selbst ein Hund wäre berühmt, wenn er in China die Bundesliga kommentieren würde“, sagt der bescheidene Chinese. Bei der EM in Polen und der Ukraine reiste der Chinese quer durch beide Gastgeber-Länder. Er kommentierte zehn Spiele, sein Hauptaugenmerk galt dem deutschen Team.

Als Freund des deutschen Fußballs glaubt er auch die Gründe für das Ausscheiden gegen Italien zu kennen. „Deutscher Fußball ist wie deutsches Bier“, sagt Xuan: „In der Breite ist es das beste der Welt. Es gibt kein schlechtes, jedes schmeckt, in jeder Stadt gibt es mindestens ein ganz hervorragendes. Aber schaut man auf die Weltstars, wie Budweiser, Carlsberg oder Heineken, dann kommen sie nicht aus Deutschland.“

Ähnlich sei es im Fußball: „Alles ist wunderbar, die Stadien, die Fans, das Fernsehen, auch die Vereine und Spieler. Aber die absoluten Weltstars kommen aus den anderen Ländern. Da muss sich Deutschland noch etwas einfallen lassen.“

Dabei sei das Potenzial in der deutschen Mannschaft vorhanden. „Mesut Özil ist am ehesten schon ein Superstar, Miroslav Klose ist zumindest ein Star. Auch Mario Götze oder Marco Reus können weltbekannt werden“, erklärt er: „Aber Deutschland hat mit Blick auf das Spiel keine Ausnahmekönner wie Andrea Pirlo. Und mit Blick auf den Star-Appeal keine Persönlichkeiten wie Mario Balotelli und keinen Cristiano Ronaldo.“