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BMX-Rennen bei Olympia: Jetzt kommen die Rampensäue

Spektakuläre Sprünge und wilde Action – das macht die BMX-Rennen so attraktiv.

Spektakuläre Sprünge und wilde Action – das macht die BMX-Rennen so attraktiv.

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dpa

London -

Maik Baier will die Ehre von ganz Deutschland retten. Wie, Sie kennen Maik Baier nicht? Er ist der einzige Athlet, der seine Startnummer schon auf dem Arm tätowiert hat. Er beschleunigt schneller als Usain Bolt, von null auf 60 km/h in zwei Sekunden.

Maik Baier ist ganz gewiss kein deutscher Normalo-Olympionike. Maik fährt BMX-Rennen. Ab heute gibt er Gas. Im Auftrag von ganz Deutschland, denn noch steht Kasachstan mit sechs Gold-Medaillen vor uns. Baier will das ändern: „Beim BMX ist niemand aus Kasachstan dabei. Also könnte es sein, wenn wir eine Medaille holen, dass Deutschland wieder vorne liegt!“

Seit 2008 ist BMX-Cross olympisch. Und jetzt nehmen erstmals auch zwei deutsche Athleten teil. Eben Maik Baier (23) aus Bietigheim und Luis Brethauer (19) aus Aschaffenburg. Brethauer erklärt den Sport: „Wir starten von einer acht Meter hohen Rampe, fahren dann eine 470 Meter lange Strecke. Ein Rennen besteht aus acht Fahrern, wer als Erster im Ziel ist, hat gewonnen.“ Über Vorläufe, Viertelfinals und Halbfinals müssen sich die Starter fürs Finale qualifizieren. Ein gefährlicher Sport. Maik weiß das, „denn ich hatte schon die Mittelhand, den Fuß, das Sprunggelenk und das Wadenbein gebrochen.“

Kollege Luis winkt ab: „Meine schlimmste Verletzung war ein Schien- und Wadenbeinbruch. Allerdings im Schulsport. Da habe ich mir auch gedacht, dass man sich halt überall und immer verletzen kann. Unser Sport ist zwar risikoreich, aber wir haben ja auch Protektoren an.“

Und die Räder, haben die auch Bremsen? Maik grinst: „Ja, eine Hinterradbremse, aber die brauche ich nie.“ Wer bremst verliert – und das will Baier ja nicht. Auch wegen Kasachstan.
Doch die beiden wünschen sich auch schon etwas mehr Unterstützung in den nächsten Jahren, wenn sie weiter für Deutschland ihre Knochen hinhalten.

Eine Frage haben wir dann doch noch: Warum ist die Startnummer auf dem Arm tätowiert? Baier: „689 ist mein Geburtsdatum, Juni 1989. Kann man von beiden Seiten lesen. Bei uns darf sich jeder seine Startnummer auswählen, da hab’ ich halt die genommen.“