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Blatter-Kritik an Euro: "Das Turnier 2020 hat man verzettelt"

FIFA-Präsident Joseph Blatter.

FIFA-Präsident Joseph Blatter.

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dpa

Zürich -

Streit zwischen den großen Fußball-Bossen. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich mit Vehemenz gegen eine paneuropäische Fußball-Europameisterschaft 2020 ausgesprochen, die in 13 Ländern ausgetragen wird.

„Ein Turnier gehört in einem Land gespielt, dadurch schafft man Identität und Euphorie. Nehmen Sie das Sommermärchen in Deutschland. Das Turnier 2020 hat man verzettelt. Sonst ist es keine Europameisterschaft mehr. Das muss man anders bezeichnen - ich weiß nicht wie. So einer Europameisterschaft fehlen Seele und Herz“, sagte der 77 Jahre alte Chef des Weltverbandes im Interview mit dem kicker.

Michel Platini, Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), hatte die Idee einer paneuropäischen EURO 2020 im vergangenen Sommer am Rande der EM-Endrunde in Polen und der Ukraine erstmals öffentlich diskutiert. Inzwischen ist die Entscheidung über die EM-Endrunde in sieben Jahren, die über ganz Europa verteilt stattfindet, gefallen.

Blatter führte seine Kritik weiter aus: „Ich habe mal zu Michel Platini gesagt: Der frühere Staatschef von Libyen, Colonel Gaddafi, hat bei der Vergabe der Weltmeisterschaft 2010 an Südafrika mir erklärt, dass in den 53 Ländern Afrikas in jedem Land ein Spiel ausgetragen wird und die Finalspiele in Südafrika stattfinden sollen. Er glaubte an diese Idee, ich sagte ihm, dass dies undenkbar sei. Deshalb habe ich Platini auch gesagt, seine Idee sei nicht neu.“