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Attacke auf der Zülpicher Straße: Warf BVB-Star Großkreutz mit Döner nach einem Kölner?

BVB-Star Kevin Großkreutz soll in der Kölner Innenstadt einen Mann mit einem Döner angegriffen haben.

BVB-Star Kevin Großkreutz soll in der Kölner Innenstadt einen Mann mit einem Döner angegriffen haben.

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imago/Norbert Schmidt

Köln -

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Man kann nicht mit Bestimmtheit sagen, was in diesem Döner drin war. Lamm oder Hähnchen. Nach Angaben des Opfers, ein 34-jähriger Kölner, war jedenfalls viel Tzaziki und scharfe Soße dabei. Denn: Seine Augen tränten und brannten, gab er bei seiner Anzeige an. Und schließlich sagte er einen Namen: Kevin Großkreutz!

In der Nacht von Sonntag auf Montag befand sich der BVB-Star mit seinem Mitspieler Julian Schieber (25) auf der Zülpicher Straße in Köln. Er hatte sich gerade einen Döner gekauft. Es war 23.50 Uhr.

Auf der anderen Straßenseite standen der 34-Jährige Marco B. und seine 28-jährige Freundin Romina R. und ein Kumpel. Der erkannte Großkreutz und schrie etwas rüber.

Großkreutz fühlte sich offensichtlich beleidigt, überquerte die Straße, erkannte in dem 34-Jährigen den Übeltäter und pfefferte ihm seinen Döner mitten ins Gesicht. Das Opfer klagte daraufhin über ein Brennen in den Augen. Er habe vier Stunden nichts sehen können, gab er bei der Polizei an und erstattete gegen den Nationalspieler Anzeige wegen Körperverletzung.

„Ich hätte den Döner besser nicht so auf den Boden geworfen“

Die Darstellung von Großkreutz hört sich etwas anders an. Der BVB-Profi sagte unserer Zeitung, dass er den Döner nicht ins Gesicht warf: „Ich habe die Situation als beleidigend wahrgenommen und sah mich in meiner Privatsphäre verletzt und gekränkt. Natürlich hätte ich den Döner in der Öffentlichkeit besser nicht so auf den Boden geworfen.“

Mitspieler Julian Schieber stützt diese Version. „Auf keinen Fall hat Kevin auf jemanden gezielt oder beabsichtigt, jemanden zu treffen. Das ist mir echt wichtig. Wir sind dann direkt ins Taxi gestiegen und nach Hause gefahren.“
Großkreutz betonte, dass ihm die Aktion leid tue. Aber: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass eine solche Geschichte jetzt so aufgebauscht wird.“

Setzt es jetzt ein Dönerwetter von Löw?

Und das hat seinen Grund: In zwei Tagen gibt Bundestrainer Joachim Löw seinen WM-Kader bekannt. Er betonte in der Vergangenheit stets, dass er Disziplinlosigkeiten nicht dulde. Muss Großkreutz jetzt mit einem Dönerwetter von Löw rechnen?
Wohl nicht. Denn: Der BVB-Star hatte Ausgang, Montag hatte Dortmund trainingsfrei. Außerdem hatte er keinen Alkohol getrunken. Und: Noch weiß auch die Polizei nicht, welche Version der Wahrheit entspricht. Und ob der Döner tatsächlich so scharf war, wie das Opfer angab.