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Angriff auf Werder-Fans: Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Haft für Arminia-Hool (20)

Ein Polizeivideo zeigt den Überfall der Hooligans auf die Bremer Fußballfans. Auf dem Bürgersteig liegt der lebensgefährlich verletzte Malte K., neben ihm der ebenfalls verletzte Sebastian W. (29).

Ein Polizeivideo zeigt den Überfall der Hooligans auf die Bremer Fußballfans. Auf dem Bürgersteig liegt der lebensgefährlich verletzte Malte K., neben ihm der ebenfalls verletzte Sebastian W. (29).

Foto:

Polizei

Bielefeld -

Die Brutalität des Angriffs war unfassbar, dafür soll der Haupttäter nun entsprechend büßen: Die Staatsanwaltschaft Bielefeld fordert nach der Attacke auf Fans von Werder Bremen sechs Jahre Haft wegen versuchten Mordes für einen Hooligan von Arminia Bielefeld!

Zusammen mit anderen soll Philipp G. (20) aus Espelkamp am 5. Mai 2012 Fans von Werder Bremen verfolgt, beraubt und verletzt haben.

Dabei trat der 20-Jährige laut Anklage den am Boden liegenden Malte K. (26) mehrmals mit voller Wucht gegen den Kopf. Das Opfer schwebte tagelang in Lebensgefahr und erlitt bleibende Schäden.

Außer dem 20-Jährigen sind in der Sache noch zehn andere Männer im Alter zwischen 19 und 23 Jahren vor einer Jugendstrafkammer des Landgerichts angeklagt. Sie sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft Strafen von acht Monaten auf Bewährung bis zu drei Jahren erhalten.

Der 20-Jährige hatte sich im Prozess als gewaltbereiter Hooligan bekannt. Nach Ansicht eines Gutachters war er bei seinen Attacken nur vermindert schuldfähig, weil er mit 1,9 Promille alkoholisiert gewesen sei.

Die Staatsanwaltschaft forderte gegen den 20-Jährigen eine Jugendstrafe von sechs Jahren wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und wegen gefährlicher Körperverletzung.

Sein Verteidiger beantragte eine angemessene Jugendstrafe wegen versuchten Totschlags. Ein Urteil wird Ende Januar erwartet.