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3:0-Erfolg in WM-Quali: Müller: Schweini kann sich das Tor abschminken

Bastian Schweinsteiger: Torschütze oder nicht?

Bastian Schweinsteiger: Torschütze oder nicht?

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Bongarts/Getty Images

Astana -

Joachim Löw (53) grinste einmal kurz, kletterte in den Bus und machte sich mit seinem Team auf den Weg zum Flughafen.

Der Blitztrip der Nationalmannschaft nach Kasachstan (das Team war nur 34 Stunden vor Ort) endete mit einem 3:0-Pflichtsieg. Der nächste Dreier auf dem Weg zur WM 2014 ist eingetütet.

Die merkwürdigen Umstände des Spiels – Kunstrasenplatz, Anstoß um 24 Uhr Ortszeit, ein total defensiv spielender Gegner – ignorierte das deutsche Team. Löws Jungs waren von Anfang an hellwach und hatten alles im Griff.

„Es war unsere Pflicht zu gewinnen“, bilanzierte der Bundestrainer die über weite Strecken langweilige Partie.

Sogar die Tatsache, dass in der zweiten Halbzeit die Gastgeber zu zwei Möglichkeiten durch einen Lattenkracher und einen Schmidtgal-Schuss kamen, akzeptierte Löw: „In der zweiten Halbzeit kam ein bisschen der Schlendrian rein. Das lag auch daran, dass die Spieler auf dem harten Boden das Tempo rausnehmen wollten.“

So blieben am Ende des Abends vor allem zwei Themen hängen. Zum einen der verrückte Tor-Streit um das 1:0. Bastian Schweinsteiger hatte abgezogen, Thomas Müller den Ball abgefälscht. Noch auf dem Platz diskutierten die beiden Bayern-Stars.

„Ich habe ihm gleich gesagt, dass er es sich abschminken kann, dass ihm das Tor gehöre“, sagte Müller und schob nach dem Betrachten der Zeitlupe nach: „20 Prozent des Tores gehören Schweini.“

Offiziell wurde jedoch der Vize-Kapitän als Torschütze geführt.

Genauso pointiert wie die Tor-Debatte war auch Müllers Spielzusammenfassung: „Drei Punkte bleiben von diesem Spiel hängen, das war’s eigentlich schon. Das Ding müssen wir abhaken.“

Nicht abgehakt ist hingegen die Debatte um die Löw-Taktik ohne echten Stürmer. „Wir wollen die Sturmspitze nicht abschaffen, wir wollen nur variabler spielen“, sagte der Bundestrainer.

Mario Götze spielte am Freitag in vorderster Front und machte seine Sache gut. Für Michael Ballack, der im ZDF meinungsfreudig Oliver Kahn als Experte vertrat, ist das keine Dauerlösung: „Das wage ich doch zu bezweifeln.“