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2:1 gegen Niederlande: Hockey-Gold! Rabente lässt es rappeln

Grenzenloser Jubel beim deutschen Hockey-Team nach dem Sieg im Finale.

Grenzenloser Jubel beim deutschen Hockey-Team nach dem Sieg im Finale.

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dpa

London -

Das ist der Wahnsinn! Das ist der Hammer! Deutschlands Hockey-Männer stürmen nach Gold vor vier Jahren erneut auf den Olymp. Im Thriller-Finale gegen Holland siegt die Truppe von Bundestrainer Markus Weise mit 2:1.

Weise gratulierte seiner Mannschaft zu einem „grandiosen Kampfspiel“ und erklärte: „Wir haben die Holländer nicht so zur Entfaltung kommen lassen wie die anderen Teams vor uns. Natürlich gab es auch kritische Phasen, zum Beispiel als wir den Ausgleich kassiert haben, aber die Jungs haben danach sofort wieder nach vorn gearbeitet und sich belohnt!“

Doppeltorschütze Jan Philipp Rabente vom HTC Uhlenhorst ist der Held. Und Weise mit nunmehr drei Olympiasiegen (einen mit den Frauen) als Coach unsterblich. Das Spielfeld sieht nach dem Schlusspfiff aus wie ein Schlachtfeld, Schläger fliegen umher, die Spieler wälzen sich wie kleine glückliche Kinder auf dem blauen Kunstrasenplatz.

„Zwei Treffer in einem olympischen Finale hätte ich mir in meinem kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Das ist der größte Tag in meinem Hockeyleben“, sagte der Matchwinner ausgelassen: „Unser Ziel war Gold – das hat geklappt.“

Auf der Tribüne wird auch gefeiert, denn dieses Finale wollten sich auch zahlreiche Stars aus der deutschen Mannschaft nicht entgehen lassen. Diskus-Riese Robert Harting, Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel, Gold- und Silbermedaillengewinnerin Franziska Weber (Kanu) waren live dabei.

Soviel Glanz auf der Tribüne motivierte die Hockey-Jungs natürlich. Die erste dicke Chance hatte Florian Fuchs, der knapp mit einer argentinischen Rückhand scheiterte. Dann drehten die Holländer auf, doch im deutschen Tor parierte Kölns Keeper Max Weinhold mit einem tollen Reflex den Ball von Billy Bakker (25.).

Kurz darauf dann eine Strafecke für Oranje. Diesmal blockte Philipp Zeller den Ball mit dem Fuß, das tat mächtig weh. Die Niederländer immer aggressiver und auch bissig.

Kapitän Floris Evers ließ sich sogar zu einer kleinen Tätlichkeit hinreißen, als ihm vor dem Tor ein Ball versprang. Er schlug Keeper Weinhold gegen den Kopf. Weinhold war zurecht außer sich, doch der Schiri blieb tatenlos.

Im Gegenzug dann die gerechte Strafe für Holland. Jan Philipp Rabente schlenzte den Ball nach feinem Solo zum 1:0 in die Maschen. Es war sein erstes Tor bei Olympia. Einen besseren Zeitpunkt kann man sich nicht wünschen. So ging es in die Pause.

In der 54. Minute dann zwei Strafecken hintereinander für die Niederländer. Den zweiten Versuch hämmerte Mink von der Weerden unhaltbar ins Tor. Alles wieder offen. Die Deutschen stürmen in der Folge mit Mann und Maus.

Christopher Zeller hat eine Riesenchance, doch sein Schuss wird pariert. Deutschland jetzt voll überlegen. Der Lohn vier Minuten vor dem Schluss: Rabente lenkt den Ball zum 2:1 ins Tor, wenig später brechen alle Dämme und die Nacht wird zum Tag gemacht.