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100.000 (!) Kondome So „versext“ sind die Olympia-Athleten

Hat nur „One-Night-Stands“: US-Schwimmstar Ryan Lochte.

Hat nur „One-Night-Stands“: US-Schwimmstar Ryan Lochte.

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Getty Lizenz

London -

Bei Olympia hat die zweite Halbzeit begonnen – und mit ihr die etwas anderen Sommerspiele. Viele Athleten sind schon abgereist, Zimmer stehen frei. Als Begegnungsstätten, in denen Sportler aus aller Welt die internationalen Beziehungen vertiefen können. In sportlichen Disziplinen der besonderen Art. Schweißtreibend sind sie, auch mal anstrengend, aber immer just for fun. Spiele im Verborgenen. Im Olympischen Dorf. Sex and the Village.

Es ist ein Mythos – oder ein Schmuddelthema?

Alle vier Jahre versammeln sich 11.000 Männer und Frauen in den besten Jahren, gesund, voller Energie. Insgesamt 100.000 Kondome wurden verteilt. Das Angebot hat sich an der Nachfrage bei den letzten Olympischen Spielen orientiert. Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu kapieren, was das bedeutet.

Es gibt viel nackte Haut

„70 bis 75 Prozent aller Athleten werden während der Spiele mindestens ein Mal Sex haben“, ist sich US-Schwimmsuperstar Ryan Lochte sicher. Er spreche aus olympischer Erfahrung. Die Schwimmer, vor allem die Amis und die Australier, gelten als besonders zwanglos. Sie haben es gut: Sie haben ihre Wettbewerbe bereits hinter sich – und den Spaß vor sich.

Zwei Gold-Medaillen hat Lochte in London gewonnen. Jetzt will er im Dorf abräumen. „Bei Olympia in Peking hatte ich zu Hause eine Freundin – das war ein Fehler“, erzählte der Becken-Beau und kündigte an: „Jetzt bin ich Single. London sollte also gut werden.“ Und abwechslungsreich. „Er hat nur One-Night-Stands“, plauderte jetzt seine Mutter Ike aus.

Hey Babe, take a walk on the wild side! „Die Hemmungen sind nicht die größten“, berichtet Hockeyspieler Tobias Hauke, der das Treiben nur am Rande mitbekommt, weil er mit seinem Team noch im Wettbewerb ist und außerdem eine Freundin hat. „Es gibt viel nackte Haut, viel Anmache. Einige legen es echt drauf an.“ Er findet das okay. „Das ist doch jedem selbst überlassen. Außerdem ist die Auswahl ja nicht die schlechteste.“

Vieles läuft hinter verschlossenen Türen ab – aber längst nicht alles. „Ich habe Leute gesehen, die draußen auf dem Rasen Sex hatten“, erzählt Hope Solo, Torhüterin der US-Fußballerinnen, freimütig von ihren Erfahrungen in Peking 2008. „Olympia ist für viele eine einmalige Sache. Da will man alles mitnehmen, was geht. Das gilt für den Sport, fürs Feiern, für Sex.“

Alles kann, nichts muss. Und wer will, der darf. Eine Medaille um den Hals, heißt es aus Athletenkreisen, erhöht die Chancen. Superstars wie Lochte oder Usain Bolt hätten freie Auswahl. Die Erwartungen sind hoch, die Hemmschwellen bei vielen niedrig. „Jeder versucht, mit jemandem anzubandeln und ihn abzuschleppen“, sagt Tony Azevedo, Kapitän der US-Wasserballer.

Warum ist die Lust bei Olympia so groß?

„Die Athleten sind zwei Wochen lang sprichwörtlich in einer anderen Welt, raus aus dem normalen Leben, nicht unter Beobachtung, es gibt keine Zwänge, abgesehen vom Wettkampf“, erklärt Dr. Jeannine Ohlert, Psychologin von der Sporthochschule Köln, Expertin für Team- und Gruppenprozesse. „Wenn eine solch große Gruppe über einen längeren Zeitraum auf engem Raum zusammen ist, dann geht nach einer gewissen Zeit das Bettenwechseln los.“

Dieser Prozess sei auch bei Klassenfahrten, Gruppenreisen oder längeren Tagungen zu beobachten. Mit dem Unterschied, dass bei Olympia tausende Leistungssportler aufeinander hocken, „grundsätzlich attraktive Menschen. Da ist die gegenseitige Anziehungskraft natürlich besonders hoch.“

Besonders niedrig dagegen ist das Risiko, dass Eskapaden an die Öffentlichkeit gelangen. Man hört zwar viele Geschichten, wie die von einer Synchronschwimmerin, die in Peking in einem Whirlpool eine Privatvorstellung gab – unbekleidet – oder von Orgien im Appartement der US-Schützen in Sydney. Aber Namen hört man so gut wie nie. Diskretion ist oberstes Gebot. Was im Dorf passiert, bleibt im Dorf. Und das ist nach allem, was man so hört, auch gut so.