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Optimale Sicht am PC: Die Computer-Brille sorgt für Entspannung

Die Gläser einer Computerbrille bieten optimale Sicht auf den Bildschirm, zur Tastatur, aber auch in die Ferne.
Die Gläser einer Computerbrille bieten optimale Sicht auf den Bildschirm, zur Tastatur, aber auch in die Ferne.

Computerarbeit ist längst selbstverständlich. Etwa 77 Prozent aller 25- bis 54-jährigen Deutschen sitzen laut Statistischem Bundesamt täglich oder fast täglich am Rechner, von den über 65-Jährigen sind es immerhin noch rund 32 Prozent.

Eine Beschäftigung nicht ohne Folgen für die Gesundheit: So klagen etwa 80 Prozent der Menschen, die täglich länger als drei Stunden vor dem Computer hocken, über generelle Beschwerden. Bei der Hälfte machen sich Probleme am Sehapparat bemerkbar: trockene Augen, verschwommene Sicht, Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit. Helfen könnte eine Computer- Brille. Vor allem ab 45 Jahren macht sie Sinn. „Das liegt an der sogenannten Alterssichtigkeit“, erklärt Dr. Wolfgang Wesemann, Direktor der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln.

„Irgendwann trifft sie jeden. Man merkt es daran, dass die Arme beim Zeitungslesen zu kurz werden.“ Beim Lesen kann das Problem sehr einfach abgestellt werden – mit einer Lese- oder Gleitsichtbrille, die besonders geschliffene Gläser für alle Sehzonen von nah bis fern hat. Bei der Bildschirmarbeit ist die Sache schwieriger. „Eine stärkere Lesebrille taugt nur für den typischen Leseabstand von 30 bis 40 Zentimetern“, sagt Dr. Wesemann.

Bei der Arbeit am Computer wechselt die Distanz aber ständig. Das Auge schweift vom Monitor zur Tastatur, vom Papier auf dem Schreibtisch zum Kollegen. Bei der Gleitsichtbrille ist der für die Computerarbeit wichtige Mittelbereich aber nur in einem schmalen Teil des Glases korrigiert. Der Bildschirmarbeiter kann damit über kurz oder lang den Monitor nicht mehr in der vollen Breite scharf sehen. Die speziellen Gläser einer Computerbrille erfüllen ebenfalls mehrere Korrekturfunktionen. Der untere Teil des Glases ist dem einer Lesebrille ähnlich. Je weiter nach oben geblickt wird, desto weiter verschiebt sich die Sehkorrektur in die Ferne.

Optimal für den Augenabstand

Während die Gleitsichtbrille aber große Zonen für den Nah und Fernbereich hat, liegt der Schwerpunkt einer Computerbrille in der Kurz- und Mitteldistanz. Optimal also für den Augenabstand zur Tastatur und zum Bildschirm. Brillenspezialisten empfehlen, die Gläser der Computerbrille entspiegeln zu lassen. „Das macht Sinn, da es im Büro zahlreiche Lichtquellen gibt – die Fenster, die Raumbeleuchtung, die Schreibtischlampe, dazu Reflexionen von allen Seiten“, sagt Dr. Wesemann. Eine Entspiegelungsschicht reduziert diese Reflexe. Die gute Nachricht: Nicht alle Kosten für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille – so der offizielle Name – muss der Arbeitnehmer selber tragen, obwohl die Krankenkassen dafür nicht zahlen. Ein Zuschuss kommt vom Arbeitgeber.

In der Bildschirmarbeitsplatzverordnung heißt es: „Den Beschäftigten sind spezielle Sehhilfen für ihre Arbeit an Bildschirmgeräten zur Verfügung zu stellen, wenn die Ergebnisse einer Untersuchung (…) ergeben, dass spezielle Sehhilfen notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet sind.“ Diese rechtlichen Rahmenbedingungen sind allerdings in kleineren Unternehmen nicht immer bekannt. Wenn allerdings der Arbeitgeber die Kosten für eine Computerbrille übernimmt, muss er Tönungen, Entspiegelungen oder besonders teure Fassungen nicht bezahlen.

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