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Die Augenleiden: Das Auge - Spiegel der Gesundheit

Eine Laser-Operation am Auge dauert nicht lange: Nach 20 Minuten ist der Spuk oft schon vorbei.
Eine Laser-Operation am Auge dauert nicht lange: Nach 20 Minuten ist der Spuk oft schon vorbei.
 Foto: dpa

Dass der Blick in die Augen des Menschen erkennen lässt, woran er leidet, ist eine uralte Erkenntnis. Schon der berühmteste Arzt der Antike, der Grieche Hippokrates (ca. 460 bis 370 v. Chr.), vertraute der Irisdiagnose. Den Beweis dafür, dass sich in unseren Augen der Gesundheitszustand spiegelt, hat aber erst der deutsche Heilpraktiker Josef Deck 1954 an der Universität Heidelberg erbracht. Er fand heraus, dass von allen Teilen des Körpers Nervenverbindungen zum Auge führen.

„Da die Netzhautgefäße ein Teil des Gehirnkreislaufs sind“, ergänzt Dr. Wolfgang Wesemann, „kann der Augenarzt auch Rückschlüsse auf die Hirndurchblutung und den Hirndruck ziehen – ein wichtiger Hinweis zum Beispiel zur Vorbeugung des Schlaganfalls.“ Er erklärt, welche Leiden in den Augen zu erkennen sind.

  • Gefäßerkrankungen: An den feinen Kapillargefäßen der Netzhaut sind schon früh verursachte Schäden durch Bluthochdruck oder Arteriosklerose zu sehen. Sie können auf eine drohende Erkrankung der Herzkranzgefäße hinweisen.

  • Fettstoffwechselstörungen: Sind in der Hornhaut ringförmige Ablagerungen, sogenannte Fettbogen, zu sehen, kann das ein Zeichen für erhebliche Fettstoffwechselstörungen sein. Vor allem vor dem 50. Lebensjahr ist Vorsicht geboten: Das Herzinfarktrisiko ist dann deutlich erhöht.

  • Diabetes: An den großen und den feinen Blutgefäßen im Auge kann eine zu hohe Zuckerkonzentration im Blut festgestellt werden. Wird der Diabetes nicht behandelt, entstehen schwere Netzhautschäden, der Patient erblindet.

  • Gelbsucht: Färbt sich die Bindehaut gelb, ist das ein Hinweis auf unterschiedliche Krankheiten, vor allem auf Gelbsucht, ein Symptom für Lebererkrankungen.

  • Rheuma: Dieser Begriff fasst eine Gruppe von Autoimmunkrankheiten zusammen, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe, zum Beispiel die Gelenkinnenhaut, angreift. Der Augenarzt findet häufig Anzeichen für Rheuma, wenn sich die Aderhaut im Auge entzündet (Ulitis).

  • Morbus Basedow: Bei dieser Autoimmunkrankheit der Schilddrüse kann es zu Veränderungen des Gewebes hinter dem Augapfel kommen, die die Sehkraft beeinträchtigen können.

  • Morbus Wilson: Ein grünlicher, manchmal bräunlicher Ring am Rand der Hornhaut weist auf diese erblich bedingte Stoffwechselstörung hin. Es kommt zur Vergiftung. Die Folgen können u. a. Störungen der Leberfunktion, Bewegungseinschränkungen oder starkes Zittern der Hände sein.

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