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Schlaf ist nicht gleich Schlaf: Nachts in der Rushhour ist fix was los

In der Schlafkurve sind die Traum- und Tiefschlafphasen deutlich zu sehen.
In der Schlafkurve sind die Traum- und Tiefschlafphasen deutlich zu sehen.
Foto: Grafik: Zabert Sandmann

Wussten Sie, dass unser Körper nach acht Stunden Schlaf nur 50 Kalorien weniger verbraucht hat als in derselben Zeit im Wachzustand? Das ist gerade mal so viel Energie, wie wir aus einer Scheibe Brot gewinnen. Schlafen ist also nicht vollkommene Ruhe, sondern eher ein anderes Wachen. Für die Aktivität im Schlaf gibt es deutliche Zeichen wie das meist unbewusste Hin- und Herdrehen im Bett. So wird einerseits unser Wärmehaushalt reguliert – Bein raus, wenn’s uns zu warm wird, Arme unter die Decke, wenn es kalt wird.

 

Zudem wird unser Körper dadurch vernünftig durchblutet. Auch das Gehirn ist noch teilweise aktiv: Bizarre Bilder und Gedanken in unseren Träumen sind ein klarer Beweis dafür. In diesen Phasen laufen auch viele Körperfunktionen auf Hochtouren. Atmung und Herzschlag sind unregelmäßig, und unsere Augen bewegen sich schnell hin und her: Rushhour im schlafenden Körper.

 

Deutlich zu sehen ist die Aktivität auch an der Schlafkurve mit ihrem Auf und Ab wie bei einer Berg- und- Tal-Fahrt. Die Medizin unterteilt den Schlaf in fünf verschiedene Phasen: Eins und zwei bezeichnen den leichten Schlaf, das Stadium drei den leichteren Tiefschlaf und das Stadium vier den Tiefschlaf. Die fünfte Phase ist der Traumschlaf. Eine typische Nacht, die gegen 23 Uhr beginnt, hat in der ersten Hälfte zwei bis drei Tiefschlafphasen, abgelöst von vier bis fünf Traumphasen. Letztere kehren alle 90 Minuten wieder und werden im Laufe der Nacht immer länger. Gegen Morgen liegen zwischen diesen Traumphasen nur noch Momente leichten Schlafs. Normalerweise verträumen wir ein Viertel der Nacht – auch wenn wir das beim Aufwachen meist nicht mehr wissen.

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