Im Spiel ist er ein mustergültiger Passgeber. Aber sonst hat er mit seinem Pass ziemliche Probleme. Jefferson Farfan (28) wurde nämlich die Einreise nach Katar verwehrt und konnte somit auch nicht am ersten Trainingstag von Schalke 04 im Trainingslager in Doha mitwirken.
Schon in Barcelona hängengeblieben
Der Peruaner wollte eigentlich von Lima über Barcelona nach Doha anreisen. Aber bereits in Barcelona blieb der Angreifer hängen. Kurios: Auch der Brasilianer Edu (31) durfte mit der Mannschaft aus Düsseldorf nicht abfliegen. Beide werden nun spätestens am Sonntagabend in Katar erwartet.
Schalke setzte bereits am Donnerstag alle Hebel in Bewegung, um für seine beiden Spieler eine schnelle Einreise-Genehmigung zu erhalten. Problem bei der Angelegenheit: Am Freitag war in Katar Feiertag und auch am Samstag arbeiten die Behörden in dem Land, in dem 2022 die Weltmeisterschaft stattfinden soll, normalerweise nicht.
Unverständnis bei Schalke
Dass Farfan und Edu, die beide nun in Gelsenkirchen ein individuelles Trainingsprogramm absolvieren, nicht einreisen durften, stieß bei den Königsblauen auf Unverständnis. Laut Pressesprecher Thomas Spiegel habe der Verein die Visa für beide Profis frühzeitig beantragt. Der FC Bayern, der sich ebenfalls in Doha auf die Rückrunde vorbereitet, hatte im vergangenen Jahr die gleichen Sorgen. Da durfte der Brasilianer Rafinha zunächst nicht ins Land. In diesem Jahr klappte dies bei den Münchnern aber bei allen Spielern.
Immerhin durften sich die Schalker bei ihrer Ankunft am späten Donnerstagabend auf dem Flughafen von Doha über einen netten Empfang freuen. Der Spanier Raúl ließ es sich nicht nehmen, seine ehemaligen Teamkollegen zusammen mit seiner Frau persönlich zu begrüßen. Der 35-Jährige war im Sommer von Schalke zum Al-Sadd Sport Club nach Doha gewechselt.
Am Sonntag trifft der Stürmer dann in einem Testspiel auf seinen alten Verein, für den er zwei Jahre gespielt hatte. Bis dahin steht für die Schalker unter ihrem neuen Trainer Jens Keller aber erst einmal harte Arbeit auf dem Programm, um die jüngste Krise zu überwinden. Keller (42) bat seine Profis am Freitagmorgen bereits um 7.00 Uhr Ortszeit (5.00 MEZ) zum Morgenlauf. Um 10.00 Uhr und am späten Nachmittag gab es dann auf dem Trainingsplatz zwei weitere Einheiten.
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