Empfehlen | Drucken | Kontakt06.09.2009 - 00:00 Uhr

Von Schalke-Fans bespuckt: Albert Streit: "Einfach nur asozial"

Von MARKUS KRÜCKEN
Albert Streit in besseren Zeiten im Schalke-Trikot.
Albert Streit in besseren Zeiten im Schalke-Trikot.
Foto: ddp

Gelsenkirchen - Jagdszenen auf Schalke! Unfassbar: In seinem ersten Spiel für die Regionalliga-Amateure wurde Albert Streit von Schalke-Fans bedroht, bespuckt und beleidigt. Der von den Profis zu den Amateuren verbannte Millionen-Verdiener erlebte beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim einen Spießrutenlauf! Das EXPRESS-Interview mit Ali!

EXPRESS: Herr Streit, was war da los?
Streit: "Es waren zehn Schalke-Fans. Hurensohn war das harmloseste Wort, das sie mir entgegen geschleudert haben. Sie haben meine Mutter beleidigt, haben mir gedroht: Nach dem Spiel hauen wir Dir auf die Fresse! Verpiss Dich aus Schalke, sonst kriegst Du Probleme. Dann haben sie mich angespuckt. Wenn ich nicht augewichen wäre, hätte ich den Rotz voll abgekriegt. Zum Glück konnte mich keiner auf dem Weg zu meinem Auto abpassen."

EXPRESS: Hatten Sie solche Reaktionen befürchtet?
Streit: "Nein. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das war einfach nur asozial. Ich wurde behandelt wie ein Verbrecher, wie ein Krimineller."

EXPRESS: Wie konnte es dazu kommen?
Streit: "Durch die Ereignisse der letzten Wochen ist mein Image ramponiert, die Außendarstellung ist an all dem schuld."

EXPRESS: Werden Sie noch einmal für die Amateure auflaufen?
Streit: "Ja. Natürlich. Ich gehe meinen Weg. Diesen Leuten tu ich nicht den Gefallen mir in die Hose zu machen. Der Trainer und die Mitspieler stehen hinter mir. Ich habe ihre Rückendeckung und keine Angst vor den Chaoten. Damit muss ich leben. Dafür werde ich bezahlt. Aber natürlich muss ich das Ganze jetzt erst einmal verarbeiten."

EXPRESS: Was ist mit einem neuen Verein?
Streit: "Wir halten die Augen offen. Aber es ist schwierig."

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