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Schalke-Friedhof eröffnet: Hannelore und Bruno fanden als erste ihre letzte Ruhe

Gelsenkirchen –  

Blau und weiß ein Leben lang - und jetzt sogar darüber hinaus: In Gelsenkirchen ist am Freitag der erste Schalker Fan-Friedhof eröffnet worden. Bruno und Hannelore Kalinowski waren die ersten, die dort ihre letzte Ruhe fanden.

Ein Dutzend Familienangehörige begleiteten sie auf dem Friedhof in Form eines Stadions – darunter auch Nina Lehnertz. Die ganze Familie ist fußballverrückt, sagt sie.

Ihr Großonkel Bruno Kalinowski starb vor fünf Jahren im Alter von 72 Jahren, mehr als 60 Jahre lang war er Mitglied bei den Königsblauen. Seine Frau Hannelore starb vor zwei Monaten.

Zuerst habe die Familie nur Scherze gemacht, als sie vom Friedhof für Fans hörte, erzählt Lehnertz. Als es dann aber Probleme mit dem Friedhof gab wegen des Grabsteins für die Großtante, entschieden sie sich für Gräber auf dem „Schalke FanFeld“.

Der Großonkel von Nina Lehnertz war seit seiner Jugend Mitglied bei Schalke und hat auch dort gespielt, bis er als junger Mann am Knie verletzt wurde.

„Er hat mich mit drei oder vier Jahren das erste Mal ins Stadion geschleppt“, berichtet sie. Auch sie ist heute Fan und so im Stadion, wie es geht.

Seine Frau „hat sich nicht so dafür interessiert, ist aber immer mitgegangen.“ Deswegen sei es auch unstrittig gewesen, ob seine Urne umgebettet werden sollte. „Alle wussten, wie er dazu steht.“

Ehrenpräsident Rehberg: „Hier schließt sich der Kreis“

„Es gibt kaum einen Verein in Deutschland, der so eng mit den Fans verbunden ist wie Schalke“, sagte Ehrenpräsident Gerd Rehberg: „Oma, Opa, der Urgroßvater waren schon Fans. Das ist Tradition. Kinder werden hier getauft, einige hundert Eheschließungen haben wir auch. Hier schließt sich der Kreis. Jetzt kann man auch hier beerdigt werden.“

Insgesamt fasst der Friedhof 1904 Gräber - passend zum Gründungsjahr des FC Schalke 04. Ein Grab kostet für 25 Jahre 5400 Euro. Vom Erzrivalen Borussia Dortmund, 1909 gegründet, will auch im Jenseits keiner etwas wissen: Eine letzte Ruhestätte mit der Nummer 09 gibt es nicht – sie wird nur „8 plus 1“ genannt

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